zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 10:00 Uhr

Klinikmitarbeiter gehen auf die Straße

vom

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Brunsbüttel/Heide | Mit landesweiten Aktionen protestieren die Arbeitnehmervertretungen der Kampagne "Über(das)Leben im Krankenhaus - Gerecht geht anders" am Sonnabend, 25. Mai, gegen das jüngste Gesetz zur ergänzenden Finanzierung der Krankenhäuser. Der Betriebsrat des Westküstenklinikums (WKK) wird dazu von 9 bis 13 Uhr einen Stand auf dem Heider Wochenmarkt betreiben und mit Flyern sowie mit der Aktion "Wäscheberg" auf das Problem aufmerksam machen. Auch in den Krankenhäusern sollen Infobroschüren verteilt werden. Die Betriebsräte werden von der Geschäftsführung und den Krankenhausdirektorien in Brunsbüttel und Heide unterstützt.

"Das geplante Gesetz, das nicht zuletzt aufgrund unserer Aktionen überhaupt zustande gekommen ist, muss als reine Beruhigungspille angesehen werde, um den zahlreichen Wählern in den Krankenhäusern entgegen zu kommen. Aber dabei kommt null und nichts für die Mitarbeiter heraus", erklärt WKK-Betriebsratsvorsitzender Matthias Stecher. Auch der Konzernbetriebsratsvorsitzende der Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide, Joachim Luplow, zeigt sich enttäuscht: "Das Gesetz ist nicht einmal ein Reförmchen und kann daher auch keine nachhaltige Finanzierung der Krankenhäuser sichern." Das sei bereits daran zu sehen, das die Finanzierung nur als Passus im Apothekennotdienstsicherstellungsgesetz (ANSG) vorgesehen sei.

Eines der Hauptprobleme der schleswig-holsteinischen Krankenhäuser wird auch im neuen Gesetz nicht angegangen: Die Kliniken des Landes erhalten im Vergleich zu anderen Bundesländern für ihre Leistungen die zweitniedrigsten Honorare, lediglich Thüringen ist schlechter gestellt. Für das Brunsbütteler WKK mündet dies seit Jahren in ein Tauziehen mit den Krankenkassen um einen Sicherstellungszuschlag.

Abhilfe schaffen sollen ein bundesweit einheitlicher Basisfallwert, eine ungedeckelte Refinanzierung der jährlichen Realkosten der Krankenhäuser samt dem ungekürzten und unmittelbaren Ausgleich von Tarifabschlüssen sowie eine dauerhaft refinanzierte Personalbemessung in der Pflege, die zu mehr Pflegepersonal führt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen