zur Navigation springen

Grosse Pläne : Klinik-Bau im Hackstruck rückt näher

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Vorhaben mit Verlegung der Robert-Koch-Straße: Stadtentwicklungsausschuss billigt Bebauungsplan.

von
erstellt am 03.Nov.2014 | 17:00 Uhr

Auf dem Weg zur Erweiterung des Klinikums in den Hackstruck wurde jetzt ein weiterer Schritt gemacht: Der Stadtentwicklungsausschuss billigte einstimmig den Entwurf zum Bebauungsplan Nr. 151.

Ganz ohne Diskussionen ging das nicht. Insbesondere die Verlegung der Robert-Koch-Straße gab Anlass für Skepsis. Die jetzige Straße sowie ein Teil der Waldflächen sollen überbaut werden, so dass eine zusammenhängende Fläche für das Klinikum entsteht. Die Robert-Koch-Straße soll an den nördlichen Rand des Gebiets verlegt werden. Heinz Köhnke (CDU) machte der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) etwas Sorgen. Der Bus müsse möglichst dicht an den Eingang herankommen, denn „gerade dort wird er ja von Menschen benutzt, die in irgendeiner Form gehandicapt sind“.

Man habe viele Gespräche mit den Anbietern des ÖPNV geführt, sagte Bauamtsleiterin Bettina Bühse. „Es wurde intensiv beraten, wie man damit umgeht.“ Das Ergebnis sei ein Mittelweg: Der Bus werde nicht direkt vor dem Klinikum halten, „aber in zumutbarer Entfernung“.

Joachim Leve (IBF) hatte besonders die Radfahrer im Blick. „Das Klinikum ist wesentlicher Zielpunkt für Radfahrer, es muss eine vernünftige Radwegeführung bestehen bleiben“, betonte er.

An der neuen Robert-Koch-Straße sind ein Radfahrstreifen und ein Gehweg vorgesehen. Man habe sich für die Bebauung der jetzigen Robert-Koch-Straße entschieden, um den Eingriff in den Hackstruck so weit wie möglich zu minimieren, sagte Werner Christiansen, Technischer Leiter des Klinikums. „Wenn wir den jetzigen Radweg bestehen lassen, können wir das nicht mehr einhalten.“ Aber das Klinikum habe natürlich auch ein eigenes Interesse daran, dass es Rad- und Gehwege sowie auch Parkplätze gibt. „Es wird Bürger geben, die die Straße nutzen, ohne überhaupt zum Klinikum zu wollen“, sagte Christiansen. „Und es gibt andere, die zum Klinikum wollen – und denen werden wir natürlich die Möglichkeit schaffen.“

Ein ganz anderer Punkt war Ernst Molkenthin (Linke) aufgefallen: In der Sitzungsvorlage hatte er gelesen, dass im Hackstruck auch ein Patientenhotel gebaut werden soll, in dem neben Angehörigen auch Patienten „mit minderschweren Erkrankungen“ sowie Personen, die „nach der stationären Behandlung im intensivmedizinischen Bereich weiterhin versorgt werden müssen“, untergebracht werden können. „Wird da mit öffentlichen Mitteln eine Privatklinik gebaut?“, fragte Molkenthin. Mitnichten, stellte Christiansen klar. Offenbar könne die verwendete Formulierung zu Missverständnissen führen. Abgesehen davon wäre ein solches Vorhaben aber ohnehin nicht förderfähig.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen