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Norddeutsche Rundschau

22. November 2017 | 17:45 Uhr

Klingelnd um den Adler

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Demonstration für besseren Radverkehr gestern Abend: Hoffen auf den Masterplan

von
erstellt am 04.Jun.2015 | 05:00 Uhr

Nebeneinander auf der Hauptstraße radeln und dabei gemütlich plauschen – so etwas geht, wenn vorne und hinten die Polizei absichert. Auf diese Weise sei Rad fahren nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch kommunikativ, sagte Henning Wendt, Ratsherr der Grünen. Der Ortsverband hatte gemeinsam mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club und dem BUND gestern Abend zur Demonstration eingeladen, um auf die Situation von Radlern in Itzehoe aufmerksam zu machen.

25 Teilnehmer trafen sich am Bahnhof und machten sich auf zu einer knapp halbstündigen Runde durch die Stadt – diese berührte einige „tolle Punkte“, wie Wendt bei der abschließenden kurzen Kundgebung vor dem Historischen Rathaus sagte. Die Route führte über Adenauer- und Schumacherallee, Ritterstraße, Coriansberg, Hinter dem Klosterhof, Brunnenstraße, Juliengardeweg, Langer Peter und Lindenstraße zum Adler. Klingend drehten die Radler dort eine Extra-Runde, bevor es in die Innenstadt zurückging über Linden-, Bahnhof- und Viktoriastraße.

Wendt wies besonders auf den Masterplan Radverkehr hin, der „in den nächsten Wochen fertig“ sei. Im Rathaus hieß es gestern auf Anfrage, dass das beteiligte Planungsbüro noch Ergebnisse der internen Abstimmung einarbeiten solle, dann solle der Masterplan den Gremien vorgestellt werden. Offen ist, ob das vor der Sommerpause passiert. In jedem Fall müsse etwas umgesetzt werden, auch wenn die Finanzlage schwierig sei, sagte Wendt. „Es geht darum, ganz dicke Bretter zu bohren. Irgendwo, irgendwann muss man anfangen.“ Das untermauerte er mit einer Zahl: „Über 5100 Menschen in Itzehoe benutzen jeden Tag das Fahrrad.“

So auch Carola Pommerening. Das brennendste Thema für sie sind Intoleranz, Ignoranz und Gedankenlosigkeit von Autofahrern: „Ich wünsche mir ein besseres Fahrradklima.“ Die Demo sei ganz wichtig, um Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen, sagte ein 39-Jähriger, der auf seinen Namen nicht aufmerksam machen wollte. Er hofft auf mehr Aktionen dieser Art: In Großstädten gebe es sie monatlich mit sehr vielen Teilnehmern. „Die Itzehoer sind da noch ein bisschen zurückhaltend.“

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