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Jubiläum : Klever sind stolz auf ihr kleines Dorf

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gemeinde feiert mit großem Programm ihr 150-jähriges Bestehen. Auch alle Vereine präsentierten sich.

„Besser hätte das Wetter nicht sein können!“ Überaus zufrieden war Kleves Bürgermeister Werner Matthießen mit dem ganztägigen Sonnenschein, der Beteiligung am Dorfjubiläum zum 150-jährigen Bestehen der Gemeinde Kleve und dem Verlauf des Festes, das als „Bunter Nachmittag der Klever Vereine“ auf Gut Kleve gefeiert wurde. „Wir hier in Kleve sind sehr stolz darauf, in unserem kleinen und beschaulichen Dorf so viele Vereine zu haben, die sich mit unserem Kleve identifizieren und sich offensichtlich auch wohl fühlen“, sagte Matthießen bei der Eröffnung der Dorffeier mit über 250 Zuschauern.

Der Bürgermeister, dessen Jubiläums-T-Shirt ihn als „Häuptling“ auswies, freute sich über weitere Jubiläen im Vereinsleben. Der SV Merkur Kleve bestehe seit 40 Jahren, ebenso die Theatergruppe Kleve. Er selbst sei seit 40 Jahren Bürger der Gemeinde und fühle sich hier sehr wohl. Kleve selbst sei schon 1480, also vor 534 Jahren, erstmals urkundlich erwähnt worden. Als politische Gemeinde sei sie aber erst 1864 selbstständig geworden.

Matthießen räumte ein, dass es auch Klever Vereine gebe, die keine Mitglieder im Dorf selbst hätten, die hier aber in der örtlichen Gastronomie ein Zuhause gefunden hätten. Als Beispiele nannte er den Shantychor „Die Nordlichter“, die Line-Dance-Gruppe „Crazy Chicks“, den Reit- und Fahrverein Wilster und die Gespannfahrer. Sie alle beteiligten sich auch am bunten Nachmittag.

Das örtliche DRK sorgte für Kaffee und Kuchen, die Gemeinde für kostenfreie Erfrischungsgetränke, die Gespannfahrer luden zu Kutschfahrten ein und beim Reit- und Fahrverein konnten sich kleine Nachwuchsreiter beim Ponyreiten versuchen. Mit einer Voltigiergruppe ging der Verein zudem beim Nachmittagsprogramm an den Start, während die „Nordlichter“ unter der Leitung von Hans Otto Sönnichsen ein mehr als halbstündiges Konzert mit Shantys und maritimen Liedern gaben. Der SV Merkur wartete mit einer Fußballshow auf, während die „Crazy Chicks“ mit einer Line-Dance-Vorführung um neue Tänzerinnen warben, die bei den wöchentlichen Tanzabenden mittwochs um 19.30 Uhr im „Klever Hof“ herzlich willkommen sind. Die Kleinen aus dem Kindergarten „Löwenzahn“ erfreuten mit Gesang und Spiel. Durch das Programm führten die Moderatoren Hauke Thiel und Jörg Lutz, für die technische Ausrüstung sorgte das Bekdorfer Unternehmen Bekstage mit Jens Möller.

Überaus interessant war eine Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehr Krummendiek gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr Oldendorf und der Rettungswache Büchsenkate der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein. Die Feuerwehrleute befreiten mit dem Einsatz von hydraulischem Spreizer und Schere einen verunfallten Autofahrer aus dem Fahrzeugwrack, in dem bereits ein Rettungsassistent von der Büchsenkate die Erstversorgung des Schwerverletzten übernommen hatte. Nachdem die Einsatzkräfte das Dach abgetrennt und die Tür aufgebrochen hatte, konnte der Verunfallte geborgen werden.

Das Dorfjubiläum klang am Abend mit einem Jubiläumsball für alle Klever und Vereinsmitglieder aus den umliegenden Gemeinden aus. Zum Tanz spielte die Ralf-Dreeßen-Band auf. Viel Beifall erntete nicht nur die Theatergruppe Kleve mit einem plattdeutschen Sketsch, sondern auch eine Überraschungsgruppe aus dem Dorf. Rüdiger und Tanja Büll sowie Susan Heeckt und Petra Splieth begeisterten mit zwei Liedern über Kleve. Mit Gitarre, Saxophon und Gesang hatten sie dem Udo-Jürgens-Hit „Aber bitte mit Sahne“ mit „Aber bitte mit Rahde“ Klever Lokalcolorit eingehaucht. Rüdiger Büll lud mit seiner Komposition zum „Dörpsspaziergang“ ein. Die vierköpfige Gruppe trat einmal am Nachmittag und ein weiteres Mal im Abendprogramm auf. „Das ist eigentlich aus purem Flachs entstanden“, räumte Petra Splieth ein, aber dann hätten alle viel Spaß beim Einstudieren gehabt.

Abschließend dankte Werner Matthießen allen, „die dazu beigetragen haben, dass wir heute so einen schönen Tag gemeinsam verbringen können“. Er dankte für den Zusammenhalt in der Gemeinde und das gute Miteinander mit den Nachbargemeinden. „Gemeinsam sind wir sehr stark“, stellte der Bürgermeister fest. Besonders dankte er vielen Klever Bürgern, die ihre Häuser und Vorgärten zum Dorfjubiläum geschmückt hätten.

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