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„Kleiner Heinrich“ ausgezeichnet: Beispielhafter Ausbildungsbetrieb

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2013 | 16:43 Uhr

Hoch gespannt wartete Katrin Ewald, Inhaberin der Gaststätte „Kleiner Heinrich“ am Glückstädter Marktplatz auf das Eintreffen der Mitarbeiter der Arbeitsagentur Heide. Eine Auszeichnung für ihren Betrieb als Ausbildungsbetrieb war ihr angekündigt worden. Worum es genau ging, erfuhr sie aber erst bei der Übergabe des Zertifikat für Nachwuchsförderung. „Seit 2011 verleiht die Agentur für Arbeit Heide das Ausbildungszertifikat jährlich an Betriebe, die sich im besonderen Maß im Rahmen der Ausbildung engagieren“, erklärte Ronald Geist, Leiter der Arbeitsagentur Heide. In Glückstadt habe man die Gaststätte „Kleiner Heinrich“ ausgewählt, weil die Chefin und ihr Team sich in ganz besonderer Weise um die Auszubildenden kümmern und diese auch schon einige Erfolge verbuchen konnten. So wurde die ehemalige Auszubildende, Fernanda Andrea Kühl, die bis Ende Januar ausgebildet wurde, als deutschlandweit beste Auszubildende ausgezeichnet. Sie hatte ihre Ausbildung in Teilzeit absolviert, da sie bereits zwei Kinder hat. Dabei erfuhr sie von Katrin Ewald große Unterstützung. „Meine Schichten wurden immer so gelegt, dass die Kinderbetreuung sichergestellt war und ich außerdem auch noch genügend Zeit zum Lernen hatte“, erzählte die junge Frau begeistert.

Dazu gehört ein Team, das sich gegenseitig unterstützt und hilft. Und auch die Ausbildungsleiter haben ihren Anteil daran. Im „Kleinen Heinrich“ sind das Küchenchef Sören Bublat und Ausbilderin Katrin Scheibe für die angehenden Restaurantfachleute. Sie ist erst seit April im Betrieb und fühlt sich bereits jetzt sehr wohl. „Wir sind hier wie eine Familie, alles läuft Hand in Hand und auch zur Chefin kann man jederzeit mit seinen Problemen oder Fragen kommen“, lobt sie.

Ihr sei diese Atmosphäre sehr wichtig, sagt Katrin Ewald dazu. „Nur, wenn die Mitarbeiter gern zur Arbeit kommen und geschätzt werden, können sie auch ein Lächeln an die Gäste weitergeben“, sagt sie. Und so liegt ihr auch besonders am Herzen, dass vor allem die Auszubildenden sich mit ihrem gewählten Beruf identifizieren können. Schulnoten kommen bei der Auswahl bei ihr erst an hinterer Stelle, vielmehr sollten die jungen Leute sich rechtzeitig bewerben und damit auch wirkliches Interesse demonstrieren. Der aktuelle Auszubildende zum Koch ist gerade mal 15 Jahre alt und nimmt jeden Tag eine lange Anfahrt in Kauf, um im „Kleinen Heinrich“ lernen zu können. „Wir haben auch schon mit einem ehemaligen Sonderschüler eine Ausbildung so organisiert, dass er in dem gewählten Beruf arbeiten kann“, berichtete Katrin Ewald.

Ronald Geist zeigte sich sehr beeindruckt und gewann im Gespräch mehr und mehr den Eindruck, dass er und seine Mitarbeiter mit dem Gasthaus die richtige Wahl für das Zertifikat gewählt hatten. „Wir können es uns als Land nicht leisten, die jungen Leute allein stehen zu lassen und hier werden sie gut mitgenommen“, betonte er.

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