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Kleiner Aufwand, großer Effekt: Klingel an der Tourist-Info

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 04.Sep.2014 | 05:00 Uhr

Eine gute Lösung muss weder teuer noch kompliziert sein – darüber waren sich alle Beteiligten gestern vor dem Gebäude des Stadtmanagements einig. Dort gibt es neben der linken Schaufensterscheibe jetzt eine Klingel, ein Schild weist direkt neben dem Eingang darauf hin. Rollstuhlfahrer haben so die Möglichkeit, auf sich aufmerksam zu machen. Denn alleine können sie die Stufen zum Eingang nicht überwinden.

Die Idee dazu habe es schon lange gegeben, sagte Erika Glamann. Als Günter Seligmann von der Deutschen Multiple-Sklerose-Gesellschaft vorbei kam, war es ein guter Anlass, um sie endlich in die Tat umzusetzen. „Wir wollen Inklusion unterstützen“, betont auch Andrea Giese. Man wolle erreichen, „dass auch andere Läden diese Lösung auf der Rechnung haben“, sagte Günter Seligmann, der sich mit Annelie Heydorn (Sozialverband VdK) und Marita Brunswik (Soziale Dienste) für gelebte Inklusion stark macht. „Für ein paar Euro eine gewisse Barrierefreiheit erreichen – toll“, findet Annelie Heydorn.

Auch künftig würde die Gruppe gerne mit dem Stadtmanagement kooperieren: Marita Brunswik bot Hilfe bei der Erstellung barrierefreier Stadtkarten an. Außerdem wünschen sich alle mehr behindertengerechte Freizeit-Angebote. Der Anfang ist gemacht – so wird im Rahmen der Aktion „Unsere Region verführt“ zum Beispiel eine Tour im Elektro-Rollstuhl durch die Nordoer Heide angeboten. Günter Seligmann freut sich: „Wenn es so weitergeht, sind wir glücklich.“

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