Kleinalarme halten Wehr auf Trab

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Hauptversammlung der Itzehoer Wehr mit Ehrungen und ausführlichem Jahresbericht

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05. März 2019, 10:53 Uhr

Stürmische Hauptversammlung bei der Freiwilligen Feuerwehr Itzehoe: Während die Versammlung inhaltlich eher ruhig verlief, musste eine Gruppe wegen des Sturms ausrücken.

Da passte es, dass Wehrführer Mark Bollhardt in seinem Bericht kritisch anmerkte: „Viele Kleinalarme waren von den ehrenamtlichen Mitgliedern noch zu bewältigen.“ Ganze 413 mal sei die Wehr alarmiert worden. Darunter waren viele kleine Einsätze wie Türöffnungen und Alarme durch automatische Brandmeldeanlagen – deren Zahlen hätten bedauerlicherweise wieder zugenommen. Gab es 2017 noch 59 Türöffnungen für Rettungsdienst und Polizei, so waren es 2018 schon 71. Technische Defekte oder Unachtsamkeiten wie bei Handwerkertätigkeiten waren bei 80 Prozent der Alarmierungen der Auslösegrund. Bei Ölspuren gab es hingegen „nur noch“ 16 Alarmierungen (Vorjahr 22). Überörtlich hatte die Itzehoer Wehr 60 Einsätze zu verzeichnen, davon 16 Feuer. Darüber hinaus waren 16 überörtliche technische Hilfeleistungen zu absolvieren. Die Tauchergruppe rückte zu 23 Einsätzen aus.

Außerdem berichtete er von einigen besonderen Vorfällen. So waren im Breitenburger Wald zwei Pferde bis zum Kopf im tiefen Morast versunken. Gemeinsam mit zwei Tierärzten konnte beide Tiere befreit werden: „Eine wirkliche Schlammschlacht.“ Ein Brandstifter beschäftigte die Wehr im Mai und Juni. Unter anderem legte er Feuer in einer Wohnung. Er ist inzwischen ermittelt und verurteilt.

In der Wache Nord wurde ein Carport mit Hilfe eines Sponsors gebaut. „Langfristig ist eine bauliche Erweiterung der Wache im Hinblick auf den Neubau der Hauptfeuerwache in der Kastanienallee allerdings erst einmal zweitrangig“, so der Wehrführer. Baubeginn ist frühestens nächstes Jahr. Auf dieses Stichwort hin sagte Bürgervorsteher Markus Müller: „Ich blicke mit ein bisschen Wehmut zurück auf die Itzehoer Feuerwache, denn dieser Raum hier gefällt mir. Aber wir bekommen in der Kastanienallee mehr als Ersatz.“

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