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Geburtstagsfest : Klaus Groth Museum wird 100 Jahre alt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Denkmal für den Heimatdichter in Heide wird aufwändig saniert.

Vier Tage lang wird in Heide das 100-jährige Bestehen des Klaus-Groth-Museums gefeiert. Die ehrgeizigen Pläne von Bürgermeister Ulf Stecher, das Gebäude bis zu diesem Datum in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, sind zwar nicht ganz aufgegangen. Aber das einst marode Museum ist bereits in einem ansehnlichen Zustand.

Die Fassade ist fertig, die letzten Arbeiten am Katzenkopfpflaster werden gerade noch erledigt, bevor von Donnerstag, 24. April, bis Sonntag, 27. April, die Besucher auf Tuchfühlung mit dem Heimatdichter gehen können, der in dem 1796 errichteten Haus in Heide geboren wurde und die Stadt Heide 1914 für 8000 Reichsmark erwarb, um ihrem Heimatdichter ein Denkmal zu setzen.

Rund 600 000 Euro verschlingt die Sanierung. Knapp 150 000 Euro erhielt Heide an Fördergeldern, hinzu kommen über 300 000 Euro an Spenden aus einem eigens für das Museum gegründeten Verein. Im Spätsommer sollen die Arbeiten fertig sein. Dann beginnen die Feinarbeiten im Inneren des gut bürgerlichen Gebäudes, das komplett neu gestaltet werden soll.

Wichtig war Museumsleitern Dr. Telse Lubitz, so viel wie möglich originalgetreu darzustellen. Und dazu gehört auch, dass die Wände nicht mehr weiß, sondern wie zu Zeiten von Groth (1819-1899) dunkel getüncht sind. In einem der Räume wird Groth in Wachs an einem Schreibtisch sitzen, die Gedichte werden zu hören sein und das Obergeschoss wird wieder zu einem Kornboden, um den Besuchern das einstige Handwerk der Familie Groth näher zu bringen. „Das ist ein spannender Prozess und eine einmalige Chance, ein Museum zu gestalten“, erzählt Lubitz.

Bernd Rachuth, Vorsitzender der Klaus-Groth-Gesellschaft, ist froh , dass die Stadt hinter dem Erhalt des Groth-Hauses steht. „Es verfügt über so viel kulturelle Identität“, schwärmt Rachuth. Sogar ein Antrag auf Weltkulturerbe wäre möglich, verrät der Vorsitzende.

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