Klassischer Blues-Rock mit Mike-Seeber-Trio

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06. Juli 2014, 15:14 Uhr

Die Konkurrenz mit Fußball und anderen Veranstaltungen war groß, das Wetter auch nicht das Beste, und so war der Kellinghusener Kulturverein PEP froh, dass sich der Saal mehr schlecht als recht füllte. Die Band jedenfalls hätte mehr Publikum verdient gehabt, griff doch das „Mike Seeber Trio“ erstmals in der Ulmenhofschule mit seinem Blues-Rock schwungvoll in die Saiten. Die Band, als Gewinner der „German Blues Challenge 2013“ mit großen Vorschusslorbeeren gekommen, hielt, was ihr Ruf versprach. Das Trio neben Mike Seeber mit Philipp Rösch (Bass) und Tobias Ridder (Drums) bot klassischen Blues-Rock mit deutlicher Betonung auf Rock. Mike Seeber selber spielt seit seiner Kindheit Gitarre, bewunderte Jimi Hendrix und auch die Musik der ostdeutschen Bluesbands, deren Songs er auch an diesem Abend spielte. Der Ausnahmegitarrist, als der „neue Stern am ostdeutschen Blueshimmel“ gefeiert, zeigte sich auch spielfreudig und präsentierte noch einmal sein Programm des vergangenen Jahres. Orientiert am Southern Sound, an Jimi Hendrix, Rory Gallagher und ZZ Top, boten die Musiker eine Mischung aus eigenen Titeln und Coverversionen, die sie aber auf ihre eigene rockig-bluesige Weise interpretierten – ungehobelt, rau, sperrig. So gab es beispielsweise Jimi Hendrix mit deutschen Texten, wie etwa in „Der Wind flüstert Mary“ zu hören – instrumental mindestens ebenso improvisiert wie beim Vorbild, und dann noch mit dem deutschen Text unterlegt. „Ich mag es, wenn die Musik bekannt, aber dann doch anders ist.“ Lob ans Publikum: „Die Leute hören zu, sind sehr konzentriert.“

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