Klassiker mit dem Saxophon intoniert

Gefiel in der St. Jürgen-KIiche: das Signum Saxophonquartett.  Foto: sko
Gefiel in der St. Jürgen-KIiche: das Signum Saxophonquartett. Foto: sko

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12. August 2013, 03:59 Uhr

Heide | In der ausverkauften St. Jürgen Kirche in Heide trat im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals das Signum Saxophonquartett auf und präsentierte Werke von Grieg, Bartok, Rachmaninoff und Gershwin. Leider gäbe es nicht so viele für Saxophonquartett geschriebene Stücke, erklärte Blaz Kemperle bedauernd dem Publikum. Daher müssten die Künstler auf bearbeitete Stücke, meist für Streicher, zurückgreifen.

Gleich nach dem ersten Stück war das Publikum hingerissen von den vier jungen Musikern, die vollkonzentriert und mit jeder Menge Spaß auf dem Podium standen und nicht nur auf, sondern auch mit ihren Instrumenten spielten. Die Konzertbesucher waren so begeistert, dass kaum jemand bis zum Ende des Satzes wartete, sondern immer wieder Zwischenapplaus aufbrandete.

Charmant moderierten Blaz Kemperle (Sopransax), Alan Luzar (Tenorsax), Erik Nestler (Altsax) und David Brand (Baritonsax). Der Festival-Länderschwerpunkt Baltikum fand sich in "Stillness" von der litauischen Komponistin Zita Bruzaite wieder, die sich von dem gleichnamigen Gemälde ihres Landsmannes Mikalojus Konstantinas Ciurlionis inspirieren ließ. Die Komposition "Lamentatio" (Wehklagen) stammt von Erkki-Sven Tüür und entstand nach dem Estonia-Unglück, dem der Este knapp entgangen war.

Es waren ungewohnte Klänge, die sich von den Melodien der "alten" Komponisten doch stark unterschieden. Die Musiker dankten dem Festival-Ortsbeirat für die Organisation und gaben einige Zugaben, signierten ihre CD und luden ihrerseits die Zuhörer zu einem Gespräch bei einem Glas Wein in den Festival-Treff im Alten Pastorat ein.

Beiratsvorsitzender Dirk Matthiessen hatte zu Beginn des Konzertes dem Festival-Vorstand dafür gedankt, dass die Westküste an vier Spielorten mit hochrangigen Konzerten bedacht wurde. Er teilte mit, dass sich beim Festival-Schaufensterwettbewerb auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Geschäfte beteiligt hatten. Platzieren konnten sich die Rosen-Apotheke, Porzellan Liebhardt und die Firma Schreiner, die auch dritter Landessieger wurde.

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