Wiedersehen nach 50 Jahren : Klassentreffen der Jahrgänge 1960 bis 1971 von der Schule Kudensee

Die Schüler verstanden sich auch nach Jahren noch gut mit ihrem Lehrer Wolfgang Zamow (Mitten hinten).
Die Schüler verstanden sich auch nach Jahren noch gut mit ihrem Lehrer Wolfgang Zamow (Mitten hinten).

Neun Schulklassen wurden in Kudensee in einem Raum unterrichtet - jetzt gab es ein Wiedersehen der ehemaligen Schüler.

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12. März 2020, 16:29 Uhr

Kudensee | Bis 1972 gab es eine Schule in Kudensee – dort, wo heute der Gemeinschaftsraum und Sitz der örtlichen Feuerwehr ist. „Wir waren damals neun Schulklassen, die in einem Raum unterrichtet wurden“, erinnerte sich Inge Kracht. Sie gehört dem Organisationsteam an, das die Jahrgängen 1960 bis 1971 jetzt zu einem Klassentreffen eingeladen hat.

ZITAT Unser letztes Treffen war vor neun Jahren, es wird Mal wieder Zeit. Inge Kracht, Organisatorin des Klassentreffens

Unterrichtet haben damals Lehrer Hans Kock und – nachdem Kock in den Ruhestand gegangen war – Wolfgang Zamow. Für Zamow war es in Kudensee die erste Klasse nach dem Studium in Kiel. Eine Herausforderung, denn der Zusammenschluss von neun Jahrgängen in einer Klasse war sicher nicht einfach. „Manchmal mussten die ‚Großen‘ mit den Grundschülern lesen, das war für die auserwählten Schüler eine Ehre“, erzählte Inge Kracht.

Erinnerungen an Kinderfest und die Bundesjugendspiele

Gern denken alle heute noch an das jährliche Kinderfest und die Bundesjugendspiele zurück. Letztere wurden gemeinsam mit den umliegenden Schulen in Büttel, Landscheide, St. Margarethen, Brokdorf und Kudensee veranstaltet.

Nach der Schließung der kleinen Dorfschulen fuhren die Klassen 1 bis 4 entweder nach St. Margarethen oder Brokdorf, die Klassen 5 bis 9 in die neue Hauptschule nach Wilster. Heute wird die ehemalige Schule als Treffpunkt für Veranstaltungen genutzt, und auch die Schüler schwelgten dort in Erinnerungen.

25 von 40 Angeschriebenen nahmen teil

Von 40 verschickten Einladungen konnte das Organisations-Team mit Inge Kracht und ihrer Schwester Rita Hansen 25 Zusagen verzeichnen. Besonders freuten sie sich, ihren Lehrer Wolfgang Zamow begrüßen zu können. Er erkannte fast alle seine Schüler sofort wieder, hatte aber seinen Lehrerkalender mit den Einträgen nicht wiedergefunden. „Der muss mal weggekommen sein“, meinte er schmunzelnd.

Einklassige Schule für jungen Lehrer kein Problem

Zamow erinnerte sich, dass die Junglehrer damals alle auf einklassige Schulen geschickt werden sollten, sich einige aber weigerten. Für ihn aber war das kein Problem. Seinen Schülern von einst bescheinigte er mit einem Augenzwinkern: „Ihr ward sehr intelligent.“

Dreimal so „richtig verschlafen“

Und dann erzählte er eine Geschichte: Zamow hatte im Schulgebäude eine Lehrerwohnung – und insgesamt dreimal so richtig verschlafen. Die Schüler weckten ihn nicht. Sie spielten ganz leise draußen. Einige Ex-Schülerinnen wiederum verrieten lachend, dass ihr Lehrer gar nicht singen konnte. Und auch im Blockflötenspiel seien die Schüler besser als ihr Lehrer gewesen. Am Schluss des Treffens waren sich alle einig, das zu wiederholen.

Teilnehmer waren: Sigrid Bader (geb. Nagel), Helma Tobias-Hansen (Tobias), Inge Busch, Werner Nagel, Karin Mehlert (Ridders), Rita Hansen, Hans-Jürgen Heuer, Inge Kracht (Tobias), Anja Finke (Selck), Petra Pakullat (Kruse), Susanne Stüben (Asmuss), Hans-Jürgen Sievers, Michael Kielmann, Ulla Kuhrt (Kock), Anke Mertens (Nagel), Eleonore Nagel (Wiebold), Bettina Zwirner (Wolter), Thies Nagel, Frauke Schwarzkopf (Detlefs), Jürgen Kielmann und Wolfgang Zamow.


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