HVV-Beitritt : Klares Signal für die Schiene

CDU-Landtagsabgeordneter Heiner Rickers: „Wir sollten uns auf die Schiene konzentrieren – ohne Wenn und Aber.“
CDU-Landtagsabgeordneter Heiner Rickers: „Wir sollten uns auf die Schiene konzentrieren – ohne Wenn und Aber.“

Der Steinburger Busverkehr soll nicht in den Hamburger Verkehrsverbund integriert werden – das hat der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr beschlossen.

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23. August 2018, 15:08 Uhr

Das Signal aus dem Kreis Steinburg ist diesmal klar und eindeutig: Das Land soll sofort Verhandlungen über einen Beitritt des Kreises zum Hamburger Verkehrsverbund (HVV) aufnehmen. Allerdings nur für den Schienenverkehr, der Busverkehr bleibt außen vor. Das hat der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) bei nur wenigen Gegenstimmen beschlossen.

Der Zweckverband hatte sich zwar bereits zuvor eindeutig für einen Beitritt zum HVV ausgesprochen, allerdings dies nicht eindeutig formuliert. Die Abgeordneten hatten stets ausschließlich die Integration des Schienenverkehrs im Sinn. Die Verantwortlichen beim HVV waren jedoch von Schienen- und Busverkehr ausgegangen. Aufgrund der unklaren Beschlusslage lagen die Verhandlungen auf Eis.

Bereits im Vorwege im Allgemeinen Ausschuss sowie auch während der Verbandsversammlung rangen die Politiker um einen Beschluss, um möglichst zügig einen Beitritt zu erreichen. Ursprünglich sollte eine Vollintegration (Bahn und Busse) gefordert werden. Doch die möglichen Verhandlungen darüber hätten der Stadt Glückstadt zu lange gedauert. Während für eine Vollintegration vier bis fünf Jahre veranschlagt wurden, geht man bei einem HVV-Beitritt nur für den Schienenverkehr von zwei bis drei Jahren aus. Deshalb folgte der Allgemeine Ausschuss einer Forderung der Glückstädter Bürgermeisterin Manja Biel, den Beitritt in zwei Stufen zu vollziehen: Erst die Schiene, danach die Busse. Im Hinblick auf die Ziele des HVV-Beitritts – gleiche Behandlung der Bahnpendler gegenüber den Hamburger Randgebieten und Verbesserung der Standortfaktoren für den Kreis Steinburg – sei eine vorrangige Integration des Schienenverkehrs konsequent. Denn die Zahl der Pendler und Gäste, die den Bus nutzten, sei äußerst begrenzt. Deshalb sollte die Integration der Busse in den HVV erst nach der erfolgreicher Integration der Schiene erfolgen, so Biel.

Doch auf den zweiten Schritt und damit auf die Integration des Busverkehrs in den Verkehrsverbund verzichtete der ÖPNV-Zweckverband nach längerer Diskussion schließlich ganz. „Wir müssen uns klar auf das konzentrieren, was realistisch umgesetzt werden kenn“, sagte der Landtagsabgeordnete und Oeschebütteler Bürgermeister Heiner Rickers (CDU). „Wir sollten uns auf die Schiene konzentrieren – und dies ohne Wenn und Aber.“

Klar ist nach diesem Beschluss auch, dass der Kreis und der ÖPNV bei den Verhandlungen nicht mit am Tisch sitzen werden, denn der Schienenverkehr liegt in der Trägerschaft des Landes.

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