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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 04:59 Uhr

Bundestagswahl : Klarer Sieg für Mark Helfrich

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

CDU-Kandidat Mark Helfrich gewinnt mit deutlichem Vorsprung das Bundestagsmandat im Wahlkreis. Er erreicht 45,38 Prozent, SPD-Bewerberin Dr. Karin Thissen 34,01 Prozent.

von
erstellt am 22.Sep.2013 | 22:42 Uhr

Mit einem überwältigenden Vorsprung hat der CDU-Kandidat Mark Helfrich den Wahlkreis Steinburg/Dithmarschen-Süd/Segeberg-West erobert. Gegenüber dem Ergebnis seines Vorgängers Dr. Rolf Koschorrek legte er bei den Erststimmen deutlich zu und brachte es auf einen Stimmenanteil von 45,38 Prozent. Kleiner Trost für SPD-Kandidatin Dr. Karin Thissen: Auch sie konnte das SPD-Ergebnis von 2009 mit jetzt 34,01 Prozent deutlich verbessern. Keinen Erfolg gab es im Wahlkreis hingegen für die prominenten Bewerber Wolfgang Kubicki (FDP) und Eka von Kalben (Grüne), die beide bei knapp über fünf Prozent blieben und damit die Zahlen ihrer aus der Region kommenden Vorgänger Jürgen Koppelin und Bernd Voß deutlich verfehlten.

Vom ersten Wahlbezirk an lag Helfrich deutlich in Führung. Doch der 34-jährige Dägelinger wollte ganz sicher gehen: Erst um kurz nach 21 Uhr, als nur noch zehn der 286 Bezirke nicht ausgezählt waren, ließ er sich bei der CDU-Wahlparty im Wackener Gasthof „Zur Post“ feiern. Drei Stunden lang pendelte er zwischen dem Saal, in dem die Ergebnisse auf Handys und Tablet-PCs verfolgt wurden, und dem Nebenzimmer, in dem die Junge Union auf dem Laptop die Resultate detailliert verfolgte.

So sorgten zunächst die Bundesergebnisse, übertragen auf Großbildleinwand, für Jubel. „Die CDU ist wirklich eine Volkspartei“, freute sich auch Helfrich in einer kurzen Ansprache zwischendurch. „Alle anderen, die das von sich behaupten, müssen sich gewaltig nach der Decke strecken.“ Zum Sieger erklärte er sich da noch nicht, dankte er aber schon einmal allen Unterstützern. Und zumindest die klare Tendenz des Abends ließ der Christdemokrat durchblicken: „Was vor der Wahl wichtig war, hat nach der Wahl höchste Priorität.“ Dies seien die Themen Infrastruktur, Energiewende und Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Helfrichs Vorsprung blieb auch in den folgenden zwei Stunden deutlich über zehn Prozentpunkten, endlich fiel die Anspannung von ihm ab. Positive Stimmung habe er im Wahlkampf empfunden, doch sie habe in Stimmen umgewandelt werden müssen. Es sei toll, dass die CDU einem jungen Kandidaten die Chance gegeben habe. Das klare Ergebnis kommentierte Helfrich so: „Rückenwind für frischen Wind.“

Bei der SPD-Wahlparty im Itzehoer „Cappuccino“ hatten sich nur wenige Genossen eingefunden, als die ersten Prognosen über die Mattscheibe flimmerten. Sie nahmen die Ergebnisse regungslos zur Kenntnis. Nur bei den Zahlen für die FDP war ein leises Raunen hörbar. „Mir bleibt Wolfgang Kubicki im Landtag ja erhalten“, so eine erste Reaktion der Landtagsabgeordneten Birgit Herdejürgen. SPD-Kandidatin Dr. Karin Thissen verfolgte den Wahlabend von zu Hause aus. Sechs Wochen Jahresurlaub habe sie in den Wahlkampf investiert, sich drei Wochen lang jeden Abend mit Fieber zu Terminen geschleppt. Dem Einsatz musste sie am Ende Tribut zollen. „Ich habe alles gegeben, es hat nicht gereicht“, kommentierte sie am Telefon ihr Abschneiden. Sicher, so bekannte sie, habe sie andere Resultate erwartet, zumal der Zuspruch der Menschen andere Ergebnisse hätte erwarten lassen. „Aber so ist eben Politik.“

Wie sie in Berlin ist, wird der neue Bundestagsabgeordnete Mark Helfrich ab Dienstag erleben: Dann steht die erste Fraktionssitzung an. Die neuen Anforderungen würden sich dann in den kommenden Wochen herauskristallisieren, „da habe ich gute Unterstützung aus der Landesgruppe“, sagte der 34-Jährige. Schon gestern Abend versprach Helfrich: Seine zentralen Themen werde er „von der Stunde Null an in Berlin verfolgen“.

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