Störbrücken : Klare Signale bei Sturm auf der A 23

Fahrbahnen in einer Höhe von 20 Metern: Einmal mussten die Störbrücken bisher sturmbedingt gesperrt werden.
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Fahrbahnen in einer Höhe von 20 Metern: Einmal mussten die Störbrücken bisher sturmbedingt gesperrt werden.

Die Störbrücken der Autobahn 23 bekommen 2017 eine automatische Warnanlage und elektronische Verkehrszeichen.

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02. November 2016, 05:00 Uhr

Es weht mächtig. Zu sehr, als dass Verkehr über die Störbrücken der Autobahn 23 fließen könnte. Eine Sperrung wird angeordnet, doch erst muss die Autobahnmeisterei Elmshorn anrücken und Schilder aufstellen. „Das ist sehr umständlich“, sagt Kai-Uwe Schacht über solche Fälle. Im Jahr 2017 wird es leichter für den Itzehoer Niederlassungsleiter des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr (LBV) und seine Kollegen. Geplant ist eine automatische Windwarnanlage.

Messeinrichtungen gibt es bereits, ihre Werte landen in der LBV-Betriebsdienstzentrale bei Neumünster. Seit einem Jahr sind beide Störbrücken für den Verkehr freigegeben – einmal, am 28. September dieses Jahres, mussten sie wegen Sturms gesperrt werden. Das erklärte das Kieler Verkehrsministerium dem FDP-Landtagsabgeordneten Oliver Kumbartzky, der mit einer kleinen Anfrage in Kiel in Erfahrung bringen wollte, warum es an den Brücken keine elektronischen Verkehrszeichen gibt. Antwort des Ministeriums: Das sei in Abstimmung mit dem Bund zunächst nicht vorgesehen gewesen, jetzt aber schon. Für rund eine Million Euro soll die Anlage im zweiten Halbjahr 2017 installiert werden.

Die alte Brücke sei nur selten sturmbedingt gesperrt gewesen, sagt Schacht: „Wind war eigentlich nie so ein Thema.“ Die neuen Brücken seien ebenfalls in Nordwest-Richtung angelegt und 20 Meter hoch, damit also nicht anfälliger. Weil die Planung mit einem Ersatzneubau begann, sei von der gleichen Ausstattung ausgegangen worden. Dennoch sei die jetzt geplante Anlage sehr hilfreich: Bei entsprechenden Windstärken schreibt sie auf den elektronischen Schildern erst Tempolimits und Überholverbote vor und schließlich die Sperrung. Die Dinge entwickelten sich eben weiter, so Schacht: „Es ist eine zusätzliche Information für die Verkehrsteilnehmer und eine Verbesserung insgesamt.“

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