zur Navigation springen

Entsorgungsproblem : Klare Absage an Laubcontainer

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Burger Gemeindevertretung will Kosten sparen. Anwohnerinitiative der Bahnhofstraße sind mit der Entscheidung nicht zufrieden.

Es wird keine Laubcontainer auf Kosten der Gemeinde für die Bahnhofstraße geben. Helmut Berg von der Bürgerinitiative „Laub“ wies während der Einwohnerfragestunde im Vorfeld zur Gemeindevertretersitzung nochmals auf die Problematik der Laubentsorgung an der Bahnhofstraße hin. „Die betroffenen, zumeist älteren Anwohner der Bahnhofstraße, empfinden die Laubentsorgung ohne Hilfsmittel als unzumutbar“, stellte Berg klar.

„Der Bau- und Werkausschuss hat sich in seiner Empfehlung dafür ausgesprochen, dass derzeit keine finanziellen Mittel für die Beseitigung der Blätter von Privatgrundstücken zur Verfügung stehen“, erläuterte Bürgermeister Hermann Puck. Mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung entschieden sich die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung klar gegen das Aufstellen von Laubcontainern, um die Gemeindekasse zu entlasten. Die Bereitstellung der Sammelbehälter kostete die Burg jährlich rund 6000 Euro.

Hintergrund: Entlang der Bahnhofstraße zieht sich ein der Gemeinde gehörender Streifen in einer Breite von 30 Zentimetern bis zu drei Metern. Für diesen Streifen ist die Gemeinde reinigungspflichtig. „Da in der Reinigungssatzung der Gemeinde dieser Streifen zwischen Straße und Privatgrundstücken nicht erfasst werden konnte, wurde in den 80-er Jahren ein Deal zwischen Anwohnern und Gemeinde geschlossen“, erklärte Claudia Schwarzelmüller von der Bürgerinitiative „Laub“ gegenüber unserer Zeitung. Die Vereinbarung besagte, dass die Anwohner den Streifen vom Kastanienlaub befreien und ausschließlich dafür zwei Container auf Kosten der Gemeinde erhalten. „Insofern ist es für uns unverständlich, dass sich die Gemeindevertreter jetzt gegen das Aufstellen der Container entschieden haben. Die Bürger erledigen hier die Arbeit der Gemeinde“, zeigte sich Schwarzelmüller nach der Sitzung enttäuscht.

„Wir haben hier eine stark befahrene Landesstraße und die alte Kastanienallee wirft Unmengen an Laub im Herbst ab. Ob das überhaupt noch zumutbar ist, sollte vielleicht mal geklärt werden“, fordert Schwarzelmüller. Über einen Zeitraum von sechs Wochen kämen gut 80 Säcke mit einem Füllvolumen von jeweils 120 Litern pro Grundstück zusammen. „Wenn diese Säcke auf dem Wertstoffhof in Buchholz entsorgt werden sollen, dann müssen pro Sack 1,50 Euro gezahlt werden.“ Das Kompostieren sei keine Alternative, da Kastanienlaub sich schwer kompostieren lasse. „Es muss aufgrund der Miniermotte auch mittlerweile fachmännisch entsorgt werden“, ergänzt Schwarzelmüller. Die Bürgerinitiative wird sich jetzt weitere Möglichkeiten überlegen, um hier aus ihrer Sicht für alle Anwohner eine annehmbare Lösung zu finden.

„Das wäre auch unser Ziel gewesen“, bestätigte Dirk Krohn (CDU), der ebenso wie sein Parteikollege Volkmar Jahnke als einziger die Hand gegen die Entscheidung erhob.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Sep.2013 | 14:57 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen