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Klappstuhl-Konzert überwindet kulturelle Grenzen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

von
erstellt am 28.Jan.2016 | 15:51 Uhr

„Du kannst nicht wissen, wer er ist ..“ Recht hatten Sebastian Kattoll und Erik Hasenäcker mit der Bemerkung, ihr Song könnte Relevanz haben. Das Duo „die Zwei ohne Namen“ eröffnete das Freundschaftskonzert des Vereins Klappstuhlkultur. Mit dem Lied „Fremder“ boten sie Stoff zum Nachdenken für die deutschsprachigen Besucher, die bunt gemischt zwischen just jenen „Fremden“ saßen, die derzeit im Fokus politischer und gesellschaftlicher Diskussionen stehen: Flüchtlinge, die in der Ersteinrichtung des Landes oder im Amt Kellinghusen untergebracht sind und auf ein Leben ohne Krieg und Verfolgung hoffen.

Das knapp dreistündige Konzert konnte aus Fremden zwar keine Freunde machen. Als sich am Ende aber viele Menschen bei den Händen fassten und zur Musik tanzten, spielten sprachliche Barrieren und kulturelle Grenzen und keine Rolle mehr.

Auch die zweite Klappstuhl-Veranstaltung im Sinne von Verständigung und eines freundlichen Willkommens lockte viele Besucher in die Halle in der Brauerstraße.„Das Konzert war wieder sehr schön“, bestätigt Maria Lohmann vom Klappstuhl-Team. Ihr Dank gilt den Sängern von „die Zwei ohne Namen“, der á cappella Gruppe „Ton in Ton“ den „sunfield Singers“ aus dem Wohnprojekt sowie der Sängern Sibel, die ebenfalls zur Sonnenfeld-Gemeinde gehört.

Das Klappstuhl-Projekt der Freundschaftskonzerte hat sich in Musikerkreisen der Region herumgesprochen. „Viele sind bereit, für die gute Sache auf Gage zu verzichten“, so Lohmann. Aufgegangen sei beim Konzert auch die Idee, mit Musikern aus verschiedenen Ländern eine Brücke zu schlagen, verweist sie auf die spontanen Besucher-Darbietungen von zu Herzen gehenden traditionellen Gesängen bis hin zum mitreißenden Rap. Heraus hebt sie auch die gute Vernetzung der Veranstalter mit den DRK-Verantwortlichen der Ersteinrichtung. Leiter Andreas Moll sowie Sozialbetreuerin Ileana Buhociu und die Kolleginnen Isabell Pietsch und Norsal Thahmass besuchten das Konzert gemeinsam mit den Gästen. „Der gemeinsame Konzertbesuch verstärkte noch einmal das Wir-Gefühl“, beobachtete Lohmann.

Die Stimmung stieg, als Sängerin Sibel mit der „Saz“ (Langhalslaute), die Bühne betrat. Ihr orientalischer Gesang mit Spontaneinlagen aus dem Publikum mündete in einen international besetzten Kreistanz mit lachenden Gesichtern. Das bestärkt die Mitglieder des ehrenamtlich tätigen Klappstuhlteams: „Wir werden jetzt alle zwei Monate ein Freundschaftskonzert anbieten“, betont Lohmann.

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