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Verkehr : Klappbrücke – Neubau oder Sanierung

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Zukunft der Störquerung in Heiligenstedten offen / Planung des Kreises steht und fällt mit der Aufnahme ins Förderprogramm 2016

Die Klappbrücke über die Stör in Heiligenstedten steht vor ihrem 50. Geburtstag – vielleicht wird das 1967/68 errichtete Bauwerk diesen aber gar nicht mehr erleben. Der Kreis Steinburg möchte die Brücke in den Jahren 2017/18 durch einen Neubau ersetzen – unter der Voraussetzung, dass die notwendigen Fördermittel des Landes gewährt werden. Die Gesamtkosten eines neuen Brückenbauwerks werden mit 6,7 Millionen Euro beziffert.

„Wir sind frühzeitig über die Planungen des Kreises informiert worden“, sagte Heiligenstedtens Bürgermeister Peter Rakowski-Dammann. Weil es sowohl bei einem Neubau als auch bei einer alternativen Sanierung zur Vollsperrung der Kreisstraße kommen werde, müssten Vorkehrungen getroffen werden, um beispielsweise den Brandschutz auf der anderen Seite der Stör zu gewährleisten, gab der Bürgermeister zu bedenken. Insgesamt habe die Gemeindevertretung die Planung eines Neubaus positiv bewertet.

Die Leiterin des Kreisbauamtes, Daniela Immich, teilte mit, dass die Frage eines Ersatzbaus seit vergangenem Sommer geprüft werde. „Hintergrund war die Erkenntnis, dass eine Sanierung einschließlich Austausch der gesamten Antriebs- und Sicherheitstechnik sehr hohe Kosten verursacht“, so die Bauamtschefin. Aufgrund der alten Brückenkonstruktion gehen die Fachleute von einer verringerten Restlebensdauer der Stahlbauteile aus. Der Kreis hat beim Verkehrsministerium eine Förderung beantragt – und im November einen positiven Bescheid aus Kiel erhalten. Nach Anerkennung der Förderfähigkeit müsse nun noch die Maßnahme in das Förderprogramm 2016 aufgenommen werden, damit tatsächlich Gelder fließen. Daher sieht Immich den Neubau noch nicht ganz in trockenen Tüchern. Sollte der Kreis aber Fördermittel erhalten, könnte noch in diesem Jahr in die Planung eingestiegen werden. Der Bau könnte dann 2017 beginnen und sollte wegen der notwendigen Sperrung möglichst auch kurz gehalten werden.

Das Kieler Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie hat von den 6,7 Millionen Euro Gesamtkosten zirka fünf Millionen als förderfähig anerkannt. Dazu werden Fördermittel zwischen 50 und 80 Prozent erwartet. Die Quote wird vom Ministerium festgesetzt. Falls keine Förderung erfolgt, wird vermutlich die Sanierung vorgenommen, zumal die Funktionsfähigkeit der Antriebstechnik durch die laufende Unterhaltung nicht mehr zweifelsfrei gewährleistet werden kann.

Ziel der Maßnahme sei es, die neue Klappbrücke zweistreifig befahrbar zu machen und einen ausreichend breiten Gehweg anzulegen. „Für Fußgänger ist die jetzige Brücke nur unter erheblichen Gefahren begehbar“, stellte Bürgermeister Rakowski-Dammann fest. Insofern habe die gesamte Gemeindevertretung den Bau eines voraussichtlich 1,50 Meter breiten Gehwegs positiv beurteilt. Auch die Bauamtsleiterin sieht in dem Neubau eine deutliche verkehrliche Verbesserung mit weniger Staus und mehr Sicherheit für Fußgänger.

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