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Klärschlamm in den Wilstermarschgemeinden: Abfuhr jetzt unter neuer „Regie“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 17.Feb.2015 | 16:55 Uhr

Seit Jahresbeginn ist die Klärschlammabfuhr in der Wilstermarsch neu vergeben: Die Firma Remondis, deren Niederlassung sich in Brunsbüttel befindet, hat für die nächsten fünf Jahre den Auftrag des Amtes erhalten. „Das Unternehmen ist jetzt in der gesamten Wilstermarsch dafür zuständig, den anfallenden Schlamm aus den Kleinkläranlagen abzufahren“, erklärt Birgit Mahlstedt von der Amtsverwaltung. Vorher war damit die Firma Hellmann und Ehlers aus Dammfleth beauftragt. „Ein guter Partner“, betont Birgit Mahlstedt. Die Klärschlammabfuhr musste neu ausgeschrieben werden, wobei Remondis als der günstigere Anbieter den Auftrag bekam und nun für die Regel- und Bedarfsabfuhr des Klärschlamms sorgt.

Gerade im Bereich Bedarfsentleerung bestünde jetzt die Möglichkeit, dass mehrere Anlagen in einer Gemeinde angemeldet werden können. Diese Gemeinschaftsabfuhr bedeute für die Betreiber geringere Kosten. Die Abfuhrtermine werden über das Amt und in Persona Birgit Mahlstedt koordiniert. Generell arbeiten die Betreiber von Kleinkläranlagen – dezentral außerhalb der Ortschaften oder deren Anschluss an das öffentliche Netz beim Kanalisationsbau nicht möglich war – mit Wartungsfirmen zusammen. Insgesamt gebe es in der Wilstermarsch etwa 1000 Kleinkläranlagen. Neben der Bedarfsabfuhr erfolgt die Regelabfuhr, jährlich im turnusmäßigen Wechsel: Dieses Jahr sind es die Gemeinden Beidenfleth, Brokdorf, Dammfleth, Landrecht, St. Margarethen, Stördorf und Wewelsfleth, im nächsten Jahr die anderen sieben Gemeinden Ecklak, Kudensee, Aebtissinwisch, Landscheide, Büttel, Nortorf und Neuendorf-Sachsenbande. „Nach fünf Jahren wird der Auftrag dann wieder neu ausgeschrieben.“

Entscheidend seien die Entsorgungskosten. Der Schlamm muss abgefahren und im Klärwerk weiter behandelt werden, was bis Ende 2013 noch über das Klärwerk Itzehoe möglich war. Jetzt wird der Schlamm zum Brunsbütteler Klärwerk transportiert, hier fallen höhere Verwertungskosten an.

Beim Abtransport richtet sich das Unternehmen übrigens auch nach der Straßenbeschaffenheit. Wo Gewichtsbeschränkungen bestehen, werde entsprechend reagiert, beispielsweise mit leerem Hänger oder per Schlauchzuleitung bis zu 80 Meter. Eine zeitliche Änderung ergibt sich allerdings für die Kleinkläranlagen-Betreiber: Bisher erfolgte die Regelabfuhr in der zweiten Jahreshälfte, künftig bereits im Frühjahr. Bis Ende Juni soll die Regelabfuhr abgeschlossen sein. Für die Termine verschicke Remondis Info-Karten.

Darüber hinaus gebe es bei Bedarf eine Notfallnummer der Firma, falls das Amt nicht zu erreichen ist, beispielsweise am Wochenende: 0172-2494675. Generell aber werde die Abfuhr über das Amt koordiniert, das für die Abrechnung zuständig ist – erreichbar während der Öffnungszeiten unter 04823/948243.

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