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Kosten : Klärschlamm belastet – Abwasserpreis steigt

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Deutliche Steigerung: Die Gebühr für das Schmutzwasser soll von 2,30 auf 2,70 Euro pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers steigen.

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erstellt am 09.Okt.2013 | 04:45 Uhr

Die Abwasserpreise werden ab 2014 deutlich anziehen. Die Gebühr für das Schmutzwasser soll von 2,30 auf 2,70 Euro pro Kubikmeter verbrauchten Frischwassers steigen. Bei der Beseitigung des Niederschlagswassers ist eine Steigerung von 8 auf 13 Euro pro Berechnungseinheit, das sind 30 Quadratmeter, geplant. Der Bauausschuss stimmte einmütig zu, das letzte Wort hat die Ratsversammlung.

Beim Schmutzwasser ist in den vergangenen Jahren ein Minus in Höhe von gut einer Million Euro aufgelaufen, deshalb war der Preis bereits für dieses Jahr von 2,10 auf 2,30 Euro angehoben worden. Ein wesentlicher Grund war die Belastung des Klärschlamms mit perfluorierten Tensiden (PFT), so dass dieser für viel Geld verbrannt werden musste. Die Quelle war zunächst die alte Mülldeponie in der Klostermarsch in Verbindung mit kaputten Kanälen, wie Reiner Kuhr von der Stadtentwässerung berichtete. Daran wurde gearbeitet, dann kam der Brand bei den Mühlenwerken Rusch im Frühjahr 2011. Dabei seien PFT-haltige Löschmittel verwendet worden, die Auswirkungen zeigten sich noch 2012 in belastetem Klärschlamm. Jetzt aber gebe es keine Hinweise auf weitere Probleme.

Doch das Minus muss nach den gesetzlichen Vorschriften binnen drei Jahren abgebaut werden. Um auf Nummer sicher zu gehen, schlug die Stadtentwässerung die Erhöhung auf 2,70 Euro vor: „Die Entwicklungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass Anzahl und Umfang der Unwägbarkeiten zunehmen.“ Ab 2015 wird wieder mit einer niedrigeren Gebühr gerechnet.

Der Drei-Jahres-Zeitraum für den Ausgleich gilt auch bei den Regenwassergebühren, doch dort ist die Lage umgekehrt: In den Vorjahren war ein Überschuss aufgelaufen, der mit dem niedrigen Satz von 8 Euro abgebaut werden sollte. Mit diesem Beschluss sei automatisch die Rückkehr zur deutlich höheren Gebühr vorgegeben gewesen, so die Werkleitung.

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