AUSZEICHNUNG : KKS ist Kulturschule

Aushängeschild der Kaiser-Karl-Schule: Die Theatergruppe um Doris Brandt-Kühl geht als nächstes mit ihrem Stück „A Midsummer Night’s Dream“ in den USA auf Tournee.
Aushängeschild der Kaiser-Karl-Schule: Die Theatergruppe um Doris Brandt-Kühl geht als nächstes mit ihrem Stück „A Midsummer Night’s Dream“ in den USA auf Tournee.

Städtisches Gymnasium erhält den Titel als eine von fünf Schulen im Land. Viele weitere Projekte sind geplant.

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06. Juni 2014, 12:00 Uhr

Das Jahr der kulturellen Bildung läuft. Deshalb hatte Kulturministerin Anke Spoorendonk die Schulen im Land aufgerufen, sich als Kulturschule zu bewerben. Fünf wurden ausgewählt – eine davon ist die Kaiser-Karl-Schule.

Sehr zur Freude von Schulleiter Dr. Hartmut Blank: „Das ist eine Anerkennung für die Arbeit, die hier schon langjährig geleistet worden ist.“ Seit langem gebe es Angebote weit über den Bereich der Schule hinaus. Diese hat die KKS in der Bewerbung um den Titel hervorgehoben. Eine wichtige Rolle spielt dabei die enge Verbindung zum theater itzehoe von der Sexta bis zur Oberstufe. „Wir haben seit vielen Jahren jedes Jahr immer den Theaterpreis bekommen“, sagt Blank. Er geht an die Schule mit den meisten Besuchen: „Darauf sind wir praktisch abonniert.“

Hinzu kommen Musikveranstaltungen vom Schulkonzert bis zum Weihnachtssingen der Orientierungsstufe, Besuche in Ausstellungen und Vorträge. Und natürlich die Theatergruppe der KKS mit ihren Aufführungen: „Sie sind kulturelle Anlässe weit über den Rahmen der Schule hinaus“, sagt Blank. Zuletzt war das vor zwei Wochen im Theater zu sehen, als die Gruppe ihre englische Aufführung „A Midsummer Night’s Dream“ zeigte. Im Sommer geht sie damit in den USA auf Tournee. Darüber hinaus werden junge Bläser aus dem Blue Lake Fine Arts Camp in Itzehoe erwartet, Konzert am 8. Juli inklusive.

Damit sicherte sich die KKS die Auszeichnung als Kulturschule, ebenso wie das Gymnasium Heide-Ost, die Gemeinschaftsschule Meldorf, die Gerhart-Hauptmann-Grundschule in Kiel und das Gymnasium Lütjenburg. Die Plakette wird zu Beginn des neuen Schuljahres überreicht. Überzeugend waren für die Jury mit Vertretern von Kultur- sowie Bildungsministerium auch die Pläne für die Zukunft: Die Schulen hätten „weitere Vorhaben für die folgenden Schuljahre konzipiert, die sich nicht nur auf das Schulleben, sondern auch auf das Lebensumfeld der Schule auswirken“, gratulierte die Kulturministerin. Drei Jahre lang werden sie dabei vom Ministerium begleitet, 5000 Euro sollen zudem helfen, weitere Kooperationen und Vorhaben anzuschieben – diese Summe soll jährlich fließen, muss aber für 2015 und 2016 noch in den Haushalt aufgenommen werden.

Die KKS legte eine Drei-Jahres-Planung vor, die auf das Jubiläum im Jahr 2016 abzielt: Dann wird das Gymnasium 150 Jahre alt. Ein umfangreiches Projekt heißt Schulmuseum, hinzu kommen andere Bereiche, die ausgebaut werden sollen: Arbeit mit dem Schularchiv, Schülerzeitung, weiter vertiefte Kooperation mit dem Theater bis hin zur Vorbereitung auf ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Kultur. Ehemalige, aktuelle und künftige Gymnasiasten sollten vernetzt werden, gerade auch um für Letztere ein verbessertes Angebot zu schaffen, erläutert Blank. Die Aktivitäten sollen in Workshops einfließen. Der KKS-Leiter versteht sie als „Experimentierwerkstatt“ mit greifbaren Ergebnissen – „etwas, was man im normalen Fachunterricht nicht leisten kann“.

Das betrifft auch Wenzel Hablik. Werke des Künstlers hängen in der Aula, das Museum wird für „Unterricht am anderen Ort“ bereits genutzt und rücke noch mehr in den Fokus. Die Verbindung sei auch ein Grund, warum das Museumsjahr im September in der KKS eröffnet wird. Mit dem Landesamt für Denkmalpflege sei man zudem ständig im Gespräch, weil Teile der Schule künstlerisch ausgestaltet werden sollten, schildert Blank.

Auch Europakunde ist für ihn Teil der Kultur, der Unterricht sei darauf ausgerichtet. Über allem steht: „Wir wollen mehr sein als nur Schule.“ Auf die Ernennung zur Kulturschule sei die ganze KKS-Gemeinschaft stolz. Dem wolle sie nun gerecht werden: „Das ist kein Abschluss eines Prozesses, sondern eine Befeuerung.“

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