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Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 17:51 Uhr

Kitas voll – neue Gruppe ab Januar

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Gemeinde Hohenlockstedt stellt 40 000 Euro bereit / Im Sommer wird noch weiterer Platz benötigt

von
erstellt am 19.Dez.2016 | 11:56 Uhr

Die Hohenlockstedter Kindertagesstätten sind voll. Und es gibt bereits Wartelisten für August 2017. Darauf will die Gemeinde jetzt reagieren. In der Kita der evangelischen Kirchengemeinde im Lazarettweg wird ab Anfang 2017 eine zusätzliche, altersgemischte Gruppe am Nachmittag eingerichtet, darüber hinaus wird darüber nachgedacht, ab August des nächsten Jahres dort weitere Mädchen und Jungen unterzubringen. „Zum 1. August liegen erheblich mehr Anmeldungen vor, als Plätze durch Schulanfänger frei werden“, betonte Carsten Fürst (BfH), Vorsitzender des Lenkungsausschuss Kindergärten, in der Gemeindevertretung.

Bereits in der Vergangenheit sind nach Angaben von Fürst viele Maßnahmen ergriffen worden, um die Versorgung mit Kita- und Krippenplätzen sicherzustellen. Hier erwähnte er die Einrichtung einer Outdoor-Gruppe sowie von Krippen- und altersgemischten Gruppen, die Finanzierung zusätzlicher Gruppen, und die Förderung von Tagespflegeeinrichtungen. Doch es reichte nicht. „Aufgrund der veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen steigt der Betreuungsbedarf trotz relativ konstanter Kinderzahl weiter an.“ Seit Mitte des Jahres hätten sich deshalb die gemeindlichen Gremien mit der Schaffung weiterer zusätzlicher Betreuungsplätze beschäftigt. Der Lenkungsausschuss für Kindertagesstättenangelegenheiten sei mit der Erarbeitung umsetzbarer Konzepte beauftragt worden. „Die Ergebnisse sollen Anfang nächsten Jahres im Sozialausschuss beraten werden.“ Um die ärgste Not zu lindern, wird es als Sofortmaßnahme ab Jahresbeginn 2017 eine zusätzliche altersgemischte Nachmittagsgruppe in der Kita im Lazarettweg geben. Betreut werden die Mädchen und Jungen dort von 13 bis 17 Uhr. An Kosten rechnet die Gemeinde mit 40  000 Euro.

„Die Einrichtung dieser zusätzlichen Gruppe macht die Planung weiterer Betreuungsangebote jedoch nicht hinfällig“, betonte Fürst weiter. Nach aktueller Lage bestehe weiterer Betreuungsbedarf von 21 Kindern unter drei Jahren und für elf Kinder ab dem dritten Lebensjahr. Für dies Kinder könnte es eine Lösung auf dem Freigelände der Kita Lazarettweg geben.Überlegt wird, dort Holzbauten zu errichten. Zuvor gab es auch Überlegungen, Gruppenräume im Rathaus oder im leerstehenden Gebäude einer Bank einzurichten, diese wurde jedoch schnell wieder verworfen.

Einig waren sich alle Gemeindevertreter, dass ab Januar mit einer neuen Gruppe zu starten. Für Sommer 2017 forderten CDU und die Fraktion Interessengemeinschaft Hohenlockstedter Bürger (IHB) jedoch eine Aufschlüsselung, wieviele Hohenlockstedter und wieviele auswärtige Mädchen und Jungen die Kindertageseinrichtung im Ort besuchen. „In den Verträgen mit den Trägern der Kitas steht, dass Hohenlockstedter Kinder Priorität haben. Daran haben sie sich zu halten“, sagte CDU-Vertreter Udo Bujack. Es müsse kritisch hinterfragt werden, ob die Gemeinde bereit sei, für diese Mädchen und Jungen soviel zu investieren. „In erster Linie sollten wir dafür sorgen, dass Hohenlockstedter Kinder einen Platz finden“, sagte auch Rainer Hennschen (IHB).

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Theodor Scheit sprach von einer „unschönen Diskussion, wenn „in meine und deine Kinder“ unterschieden werde. Was mache es für einen Sinn, wenn kleine Gemeinden wie Schlotfeld, Winseldorf oder Lohbarbek eigene Kitas bauen würden? Und Carsten Fürst betonte, dass Hohenlockstedt als zentralländlicher Ort Gelder dafür bekomme, das Kita-Plätze für die Umgebung bereitgehalten würden.

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