Kinderbetreuung und Einzelhandel : Kita und Aldi an einem Ort

BfG-Fraktionschef Siegfried Hansen spricht von einer „Win-win-win-Situation“.
BfG-Fraktionschef Siegfried Hansen spricht von einer „Win-win-win-Situation“.

Fraktion Bürger für Glückstadt (BfG) spricht sich für Projekt in der Christian-IV-Straße aus.

shz.de von
10. August 2018, 05:00 Uhr

Die Bürger für Glückstadt (BfG) setzen sich für einen neuen Kindergarten und einen Aldi-Markt am Standort Christian-IV-Straße und Ecke Festungsgraben ein. Bereits seit Monaten sucht Aldi in Glückstadt einen neuen Standort für einen modernen und zukunftsfähigen Markt. Nun hat das Unternehmen eine Option. Direkt an den Bahnschranken in der Christian-IV-Straße auf der Bahnhofseite will ein Investor einen Neubau mit Aldi-Markt im Erdgeschoss und einem Kindergarten für fünf bis sechs Gruppen im ersten Stock bauen.

„Man kann sich kaum einen besseren Standort für einen Kindergarten in Glückstadt vorstellen“, sagt die BfG-Vorsitzende Birgit Steup: „Er ist zentrumsnah und ideal speziell für alle Pendler mit Kindern im Kindergartenalter.“ Zudem entspreche die bereitgestellte Fläche den
Anforderungen der Stadt Glückstadt in Bezug auf die zukünftigen Anforderungen der Kinderbetreuung. Als weiteren Vorteil nennt die Stadtvertreterin: Die Stadt Glückstadt muss selbst keinen Kindergarten bauen. Stattdessen würde die „Wolfsteller Projekt und Bau GmbH“ aus Itzehoe als erfahrener privater Investor das Gebäude in Abstimmung mit dem Kindergartenträger errichten, sagt Steup. „Die Stadt Glückstadt bleibt dabei in der Wahl des Kindergartenträgers vollkommen frei. Mehr geht nicht.“

Auch der BfG-Fraktionsvorsitzende Siegfried Hansen sieht die Pläne der GmbH positiv: „Die Kombination aus Aldi und Kindergarten ist vernünftig und zielführend. Damit würde die Entwicklung der Stadt Glückstadt nach Jahrzehnte langem Stillstand und Blockade durch Lobbyisten endlich positiv vorangetrieben.“ Aldi habe fest zugesichert, dass beim Neubau „die gestalterischen Belange der Stadt und des Denkmalschutzes bezüglich der äußerlichen Gestaltung des Marktes und der Gesamtanlage mit unmittelbarer Nähe zum jüdischen Friedhof selbstverständlich berücksichtigt werden“.

Als positiven Nebeneffekt erhoffen sich die BfG auch Investitionen auf der gegenüberliegenden Fläche bei Edeka Schönbeck, so dass dort ein neuer moderner Edeka-Markt entstehen könnte. Generell gebe es bei Realisierung des Aldi-Kita-Projektes nur Gewinner, zeigt sich Hansen überzeugt: „Einzelhandel, unsere Kinder und die Stadt Glückstadt selbst.“ Neudeutsch könne man „von einer Win-win-win-Situation“ sprechen. „Wir von der BfG werden nichts unversucht lassen, um die anderen Parteien in Glückstadt für diese Pläne zu begeistern.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen