Kindergartenplanung : Kita-Neubau statt Erweiterung

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Erst sollte der Kindergarten erweitert werden. Jetzt stehen die Zeichen in Hohenfelde auf Neubau.

shz.de von
06. September 2018, 12:58 Uhr

In Hohenfelde soll voraussichtlich ein neuer Kindergarten gebaut werden. Zwar war ursprünglich geplant, den bestehenden Kindergarten im Haus der Dorfgemeinschaft um eine Gruppe an Ort und Stelle zu erweitern, aber aufgrund von Auflagen der Heimaufsicht und notwendigen Brandschutzmaßnahmen wird das zu teuer. Darum beschloss die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung im alten Pastorat, dass sich Bau- und Finanzausschuss mit einem Neubau befassen sollen.

„Nach ersten Kostenschätzungen müssen wir für eine Realisierung einer zweiten Gruppe im Haus der Dorfgemeinschaft mindestens 100 000 Euro ausgeben. Eine Sanierung des Daches und der Wände des alten Schulgebäudes ist darin noch nicht einmal enthalten“, erklärte Bürgermeister Torben Stuke. So viel Geld in das alte Gebäude zu stecken, erscheint den Kommunalpolitikern zu viel.

Im Rahmen des Ortsentwicklungskonzepts, das als eine der Schlüsselmaßnahmen auch einen Neubau des Kindergartens vorsieht, gebe es dafür auch finanzielle Förderungen, so Stuke. „Diese betragen bis zu 75 Prozent der Kosten, maximal 450 000 Euro.“ Der Bürgermeister verwies in dem Zusammenhang auf ein Gespräch mit Vertretern der Aktiv-Region und des Landes. Jetzt werden sich Bau- und Wege- sowie Finanzausschuss mit dem Thema intensiv befassen.


Übergangslösung für sieben Kinder gesucht

Wie in der Zwischenzeit die sieben Kinder, die bereits für die geplante zweite Gruppe angemeldet worden sind, betreut werden können, steht allerdings noch nicht fest. „Es gibt derzeit verschiedene Möglichkeiten, die auch schon mit den Eltern besprochen worden sind. Zum einen bieten in Hohenfelde Tagesmütter ihre Dienste an, zum anderen könnte eine Nachmittagsgruppe in den Räumen des Kindergartens eingerichtet werden“, berichtete der Bürgermeister. Eventuell könnten aber auch Räume im alten Pastorat zur Verfügung gestellt werden, fügte er hinzu. Dies sei mit der Heimaufsicht vor Ort als Lösung für die Übergangszeit bis zur Fertigstellung eines neuen Kindergartens besprochen worden.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden noch die Richtlinien für die Vergabe der drei Wohnbaugrundstücke im ehemaligen Lisa-Wielatt-Park festgelegt. Da sollen vorrangig Hohenfelder Einwohner und Familien mit Kindern den Zuschlag bekommen.

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