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Kind und Familie : Kita-Gebühren steigen auf breiter Front

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In vielen Gemeinden in der Wilstermarsch wird der Kindergartenbeitrag angehoben – manchmal moderat (beispielseise in Beidenfleth), manchmal sehr deutlich (Wilster).

Nach dem Ende der Sommerferien müssen sich viele Eltern mit steigenden Gebühren in den Kindergärten anfreunden. Die Stadt Wilster sowie die Gemeinden Ecklak und Beidenfleth haben bereits Anhebungen der Elternbeiträge beschlossen. In St. Margarethen und Brokdorf steht das Thema in den nächsten Tagen auf der Tagesordnung.

Die magische Zahl, um die sich in den Debatten vieles dreht, ist 30 Prozent. Die Kommunen sind gehalten, diesen Anteil der Kosten für den Betrieb von Kindergärten auf die Eltern abzuwälzen. „Hier in der Region wird nicht soviel Geld verdient wie in Hamburg“, machte Beidenfleths Bürgermeister Peter Krey dabei aber auch deutlich, dass man hier klare Unterschiede machen müsse. Er rechnete vor: „Würde man diese 30 Prozent ansetzen, würden unsere Kita-Gebühren bei 200 Euro im Monat liegen.“ Den dann einstimmig gefassten Beschluss will die Gemeindevertretung denn auch als klares Bekenntnis zu Kindern im ländlichen Raum verstanden wissen. In Beidenfleth wird es nur eine moderate Anhebung von derzeit monatlich 130 auf 150 Euro geben. Für dieses Geld wird sogar eine Betreuung von 7.30 bis 14 Uhr geboten. Statt der geforderten 30 Prozent sind die Eltern in Beidenfleth damit nur mit rund 20 Prozent an den Kita-Kosten beteiligt. Mehr als 100  000 Euro werden aus der Gemeindekasse draufgelegt.

Mit einem Anteil von knapp mehr als 20 Prozent will auch Ecklak die Belastung von Eltern in Grenzen halten. Bei einer Vormittagsbetreuung von 8 bis 12 Uhr an fünf Tagen in der Woche beispielsweise werden statt bisher 120 künftig 135 Euro fällig. Gern in Anspruch genommen werden in Ecklak auch Betreuungen an nur zwei oder drei Tagen in der Woche, was auch entsprechend teurer wird. In jedem Fall, so hatte der Kita-Beirat in vorausgegangenen Beratungen festgestellt, bleibe man in Ecklak deutlich unter dem geforderten 30-Prozent-Anteil, zumal es die letzte Gebührenerhöhung vor sechs Jahren gegeben hatte.

Schlechter sind Eltern in Wilster dran. Dort liegt ihr Kostenanteil bei fast 30 Prozent. „Keiner möchte das“, hatte Sozialausschussvorsitzende Maren Hayenga bei den Beratungen die Bauchschmerzen der Kommunalpolitiker deutlich gemacht. Angesichts der leeren Stadtkassen müsse in Wilster allerdings der von den kommunalen Landesverbänden empfohlene Elternanteil weitgehend ausgeschöpft werden. Ab August werden im „Schwalbennest“ in der Vormittagsgruppe 160 statt bisher 150 Euro fällig. Für Krippenkinder erhöhen sich die Beträge sogar von 235 auf 280 Euro. Zum Vergleich: In Ecklak gibt es die vergleichbare Leistung schon für 170 Euro. Deutlich unter dem 30-Prozent-Anteil will St. Margarethen bleiben, wo das Thema morgen auf der Tagesordnung steht. Die Empfehlung aus Kindergartenbeirat und -ausschuss sieht eine Anhebung der Gebühren bei unter Dreijährigen von 155 auf 180 Euro vor. Bei den älteren Kindern soll es unverändert bei 120 Euro bleiben.

Zum Teil spürbare Kostensteigerungen könnten auf Brokdorfer Eltern zukommen. Dort wird über die dann ab 1. September fälligen Gebühren im Juli erst im Kindergartenbeirat, dann in der Gemeindevertretung beraten. Auf dem Tisch liegt eine Empfehlung, die zum Beispiel für die Vormittagsgruppe bei den „Deichkiekern“ künftig 120 statt bisher 110 Euro vorsieht. Bei den U 3-Kindern ist sogar eine Erhöhung von 121 auf künftig 210 Euro vorgesehen.

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erstellt am 27.Jun.2017 | 05:09 Uhr

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