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Wilster plant Neubau : Kita-Erweiterung für 860 000 Euro

vom
Aus der Redaktion der Wilsterschen Zeitung

Stadt will auf steigende Nachfrage reagieren. Fertigstellung bis September 2015 möglich. Übergangsweise ziehen zwei Regelgruppen in den Pavillon der ehemaligen Schule am Stadtpark.

Die Kindertagesstätte „Schwalbennest“ muss erweitert werden. Doch zunächst einmal müssen ab dem 1. August in den Vormittagsstunden zwei Regelgruppen der Kindertagesstätte Schwalbennest in den Pavillon der ehemaligen Schule am Stadtpark ausgegliedert werden. Gleichzeitig ziehen in die frei werdenden Räume zwei neue altersgemischte Gruppen ein. Die Stadt und die Kindertagesstätte reagieren damit auf eine gestiegene Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren und den vorhandenen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz. Jedoch ist diese Lösung zeitlich befristet. Ein Jahr dürfen die Räumlichkeiten des Pavillons der ehemaligen Förderschule genutzt werden. „Dann ist Schluss“, unterstrich Sven Horstmann nochmals den Entschluss des Kreisjugendamtes. „Die Räumlichkeiten sind verständlicherweise einfach nicht für eine dauerhafte Unterbringung ausgelegt“, zeigte der Bauausschussvorsitzende Einsicht für die Entscheidung auf Kreisebene.

Nach der Abgabe des besten Angebots war das Architektur- und Brandschutzbüro Momsen aus Heiligenstedten im Februar vom Bauausschuss mit der Ausarbeitung einer bestmöglichen Lösung für die Erweiterung der städtischen Kindertagesstätte beauftragt worden. Einen ersten Entwurf stellte Architekt Dipl. Ing. Ralf Momsen am Montagabend im Ausschuss vor. Dieser sieht den Neubau eines Gebäude mit einem Investitionsvolumen von etwa 860 000 Euro auf dem Stadtwerkegelände vor. Eine knapp 600 Quadratmeter große Fläche, auf der zurzeit noch ein Werkstattgebäude und Garagen stehen, müssten hierzu von der Stadt erworben werden. Ein Aus- oder Umbau des vorhandenen Gebäudes sei nicht möglich, ein Abriss unumgänglich, teilte Momsen dem Ausschuss mit. Um die vorhandene Kita-Fläche mit dem neuen Grundstücksteil zu verbinden, müssten darüber hinaus die Garagen abgerissen und an anderer Stelle in Leichtbauweise oder als Carport wieder errichtet werden. Rund 68 500 Euro netto wurden für den Abriss der Gebäude und die Erschließung einkalkuliert.

Das neue Kita-Gebäude ist für zwei Krippengruppen mit jeweils bis zu zehn Kindern ausgelegt. Auf einer Fläche von rund 240 Quadratmetern werden neben Spielflächen auch Ruheräume, eine Kinderküche sowie Technik- und Personalraum vorgehalten. Geplant ist, das Satteldachgebäude, das auf einer Tiefengründung errichtet wird, mit rot-blauem Ziegelwerk und roten Fassadenplatten zu versehen. „Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum Bürgermeistergarten hat hier jedoch noch die untere Denkmalschutzbehörde ein Wörtchen mitzureden“, erinnerte Momsen. Die Baukosten für das Gebäude betragen rund 287 000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. „Ich habe gerade in Büsum einen Bau in dieser Art abgerechnet, die Baupreise sind daher sehr aktuell“, betonte der Architekt.

Weitere 157 000 Euro wurden für die Installation von Strom, Wasser, Lüftung sowie unter anderem den Einbau der Küche veranschlagt. Gefolgt von rund 77 500 Euro für die Gestaltung der Außenanlage – dazu zählen auch sieben Pkw-Stellplätze für die Mitarbeiter sowie Unterstände für Spielgeräte. Weitere 16 000 Euro wurden für die Ergänzung des Mobiliars vorgesehen. Die Generalplanung, das Bodengutachten, Statiker und weitere Baunebenkosten wurden mit 105 800 Euro veranschlagt.

Mit einer reinen Bauzeit von etwa neun Monaten könnte der Neubau zum neuen Kita-Jahr 2015 eröffnet werden, sofern die Verhandlungen um den Kauf des Grundstückes sowie die Genehmigung seitens des Kreises für die Bereitstellung finanzieller Mittel über den Nachtragshaushalt nicht all zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

In Anschluss an die Ausführungen des Architekten sprachen sich die Mitglieder des Bauausschusses einstimmig für die Entwurfsplanung und die Beantragung der erforderlichen Genehmigungen aus. Zunächst müsse jedoch mit den Stadtwerken um den Verkauf der erforderlichen Fläche verhandelt werden.

Enttäuscht zeigte sich der Ausschussvorsitzende Sven Horstmann jedoch darüber, dass die vom Architekturbüro Gebrüder Schmidt aus Bad Segeberg seinerzeit bei der Planung für das Hauptgebäude angekündigte Erweiterung des „Torten-Baus“ nicht möglich ist.


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