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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 22:05 Uhr

Raumnot : Kita braucht mehr Platz fürs Essen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Immer mehr Jungen und Mädchen werden von ihren Eltern für die Versorgung am Mittag im Wackener Kindergarten angemeldet.

Die Situation beim täglichen Mittagessen in der Kindertagesstätte „Sternenfänger“ ist schwierig: Es herrscht Raumnot. Probleme, so erklärt Kindertagesstättenleiterin Sabine Löper, habe es bereits vor den Sommerferien gegeben. Immer mehr Eltern nutzen mittlerweile die erweiterte Betreuung, in deren Rahmen die Kinder mittags ein warmes Mittagessen erhalten. „Vor den Ferien waren es bis zu 35 Kinder“, erzählt Sabine Löper und fügt hinzu, dass der zur Verfügung stehende Raum jedoch nur für 22 Kinder ausgelegt sei.

Gefordert waren da stets die Kita-Mitarbeiter. Nachdem einige Kinder aus der Vormittagsbetreuung von ihren Eltern abgeholt worden waren, hieß es für die Erzieherinnen Möbel schleppen. Mehrere Tische und Stühle mussten von einem in den anderen Gruppenraum transportiert werden, so dass alle Kinder zum Mittagessen einen Platz hatten. Hinzu käme, dass der Raum zu viele Reize bei den Kindern beim Mittagessen auslöse. „Spielzeug und bunte Deko lenken die Kinder vom Mittagessen ab, so dass es unruhig wird“, führt Sabine Löper weiter aus. „Für uns war es daher an der Zeit, Alarm zu schlagen“, sagt die Kita-Leiterin. Obwohl derzeit „nur“ 20 Kinder die erweiterte Betreuung mit einem Mittagessen in Anspruch nehmen, weiß die Kita-Leiterin, dass sich die Anzahl der Kinder im Laufe des Jahres wieder weiter erhöhen wird. „Es ist absehbar, dass wir schon bald wieder aus allen Nähten platzen werden“, vermutet die Leiterin. Denn: Krippenkinder werden in die Kindertagesstätte wechseln und viele Eltern werden nach der Eingewöhnungzeit ihrer Kinder ebenfalls auf die erweiterte Betreuung zurückgreifen. „Ein reizarmer Raum mit einem unempfindlichen Fußboden, der ausreichend Platz bietet, ohne dass Möbel gerückt werden müssen, wäre schön“, sagt Löper. Schließlich gehe der Trend immer mehr in Richtung der erweiterten Betreuung.

Besonders dankbar aber zeigte sich die Kita-Leiterin, dass die Gemeinde als Träger der Einrichtung es möglich mache, täglich Essen für die Kleinen auf den Tisch zu bringen. „Bei uns wird noch frisch gekocht“, hebt Sabine Löper hervor. In der Kindertagesstätte gebe es weder „Dosenfutter“ noch Lagerhaltung. Jeden Tag werden die Zutaten eingekauft, so dass die Kinder auch noch traditionelle Gerichte dank Küchenfee Marga Adebahr kennen und lieben lernen. „Das Lieblingsgericht der Kleinen ist klassisch - Kartoffeln, Soße, Gemüse und Fleisch“, erzählt Löper lächelnd, während sie den kleinen hungrigen Gästen gemeinsam mit ihrem Helferteam eine frisch zubereitete Hühnersuppe serviert. Niemals, so sagt Sabine Löper, würde es Fast Food, Pommes oder andere Gerichte aus der Fritteuse geben. „Wir gestalten unseren Speiseplan selbst, so dass wir auch auf mögliche Allergien der Kinder Rücksicht nehmen können.“ Besonders viel Wert werde aber auf eine gesunde und ausgewogene Mahlzeit mit Fisch, Fleisch oder fleischlos gelegt. „Wir bieten den Eltern ein komplettes Mittagessen mit Hauptspeise, Nachtisch und einem Getränk für 2,50 Euro an“, erklärt Sabine Löper und dankt insbesondere auch dem WOA-Team, das die Einrichtung mit dem „Wacken-Wasser“ und einmal wöchentlich mit Frozen-Yoghurt unterstützt. Nun hofft Löper mit ihren Mitarbeitern zusammen nur noch auf eine gute Lösung seitens der Gemeinde. Damit befassen sich derzeit auch die Wackener Gemeindevertreter.  

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