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Norddeutsche Rundschau

21. August 2017 | 14:11 Uhr

Kinderbetreuung : Kita-Ausbau geht weiter

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Ausbau-Pläne, neue Angebote, Umbauten: Die Itzehoer Kindergarten-Landschaft ist mächtig in Bewegung. Der Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren wird weiter steigen.

Bauen oder nicht bauen? Die Debatte um eine Erweiterung der städtischen Kindertagesstätte Sude-West geht in die nächste Runde. Gleichzeitig ist die Kindergarten-Landschaft weiterhin mächtig in Bewegung.

Der Start in das neue Zeitalter ist gelungen: Niemand habe vor der Tür gestanden, um am 1. August den Rechtsanspruch auf die Betreuung seines ein- bis dreijährigen Kindes einzuklagen, berichtete Carsten Roeder vom Kinder- und Jugendbüro dem Jugend- und Sportausschuss. Allen Eltern unversorgter Kinder seien freie Plätze angeboten worden, aus verschiedenen Gründen hätten sie verzichtet. Die Planung sei weiter schwierig, doch die Verwaltung gehe davon aus, dass der Bedarf noch steigen werde, so Roeder. Rund 50 Prozent der Kinder unter drei Jahren seien bisher nicht für eine Betreuung angemeldet.

Deshalb werde auch der Anbau an der Kita Sude-West gebraucht, den vor allem CDU und SPD seit längerem skeptisch betrachten. Fördermittel des Bundes und des Kreises in Höhe von 316 000 Euro hat sich die Stadt gesichert, die Investition ist auf gut 900 000 Euro geschrumpft, weil nun mit zwei Krippengruppen mit insgesamt 20 U3-Plätzen geplant wird statt zuvor 25 Plätzen. Die Betreuungszeiten sollen stark ausgeweitet werden: 5 bis 22 Uhr in der Woche und zusätzlich am Sonnabend. Doch CDU und SPD schickten das Thema zur Beratung in die Fraktionen, obwohl die Zeit drängt: Wegen der Förderzusagen muss der Bau bis Ende 2014 fertig sein. Man einigte sich auf eine Sondersitzung des Ausschusses Mitte September.

Dann sollen auch Pläne des Deutschen Kinderschutzbundes für das Kinderhaus Blauer Elefant weiter behandelt werden. Der Hort für Schulkinder soll aufgegeben werden, weil es kaum noch Nachfrage dafür gibt. „Großpolitischer Wille ist, dass die Kinder nachmittags in der Schule verbleiben“, so Kinderhaus-Leiter Frank Kölling. Dafür soll eine Krippengruppe eingerichtet werden, verbunden mit einigen Umbauten und Umzügen im Gebäude. Die Investitions- und Personalaufwendungen sind noch zu diskutieren.

Eine problemlose Zustimmung erhielt dagegen eine ganz neue Einrichtung: Die Naturspielgruppe des Vereins „Die Gänseblümchen“ wird zum Naturkindergarten unter dem Titel „Der Märchengarten“. Die Gruppe trifft sich bereits unter Leitung von Michaela Hellerich und Anna Witt regelmäßig in einem Kleingarten im Eichtal. Geschaffen werden zehn Kita-Plätze, je fünf für Kinder über und unter drei Jahren. Roeder lobte die Einrichtung als „weitere Facette unserer sowieso schon variantenreichen Kindergarten-Landschaft“. Die Ausgaben für die Stadt halten sich in Grenzen, die Ratsversammlung muss noch zustimmen. Das Gleiche gilt für Verträge mit Betreibern neuer oder weiterer Angebote: der Johanniter Unfallhilfe mit der Tagesstätte in der Begegnungsstätte Wellenkamp und der Kita IzzKizz.

Viel Geld fließt in den Ausbau der U3-Betreuung, und das Land hat dafür weitere Mittel bereit gestellt. Doch wie werden sie verteilt? Die Kommunen seien mit der Richtlinie des Kreises, der rund ein Viertel behalten wolle, nicht einverstanden, sagte Roeder. Die Verhandlungen laufen. Dieses Jahr sind 350 000 Euro zu verteilen – „nächstes Jahr wird es schon wesentlich mehr“.

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erstellt am 22.Aug.2013 | 16:29 Uhr

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