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Kirchenkreis zieht mit Verwaltung von Pinneberg nach Hamburg

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Die Verwaltung des evangelisch-lutherischen Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein wird sich aus Pinneberg zurückziehen. Bisher sind die Verwaltung und die Leitung des Kirchenkreises auf fünf Standorte verteilt: in Pinneberg sowie in den Hamburger Stadtteilen Blankenese, Niendorf, Lokstedt und Lurup. Jetzt hat die Synode, das Parlament der kirchlichen Selbstverwaltung, entschieden, dass ein zentrales Kirchenkreiszentrum in Hamburg-Niendorf entstehen soll – voraussichtlich bis Herbst 2017, wie Gunnar Urbach, Mitarbeiter des Kirchenkreises, mitteilte.

„Für die Gemeindeglieder im Kreis Pinneberg wird sich zunächst nichts ändern“, sagte Urbach. Denn von den Verwaltungsbereichen Finanzen und Personal, die derzeit in Pinneberg ansässig sind, seien die Kirchenmitglieder nur indirekt betroffen. Und auch für die Beschäftigten ändere sich lediglich der Arbeitsort. „Die Anzahl der Arbeitsstellen im Kirchenkreis bleibt bestehen“, sagte Urbach.

Der Kirchenkreis habe bereits seit Längerem nach einem gemeinsamen Standort für die Leitung und Verwaltung sowie für verschiedene weitere kirchliche Einrichtungen gesucht. „Ein gemeinsamer Standort erleichtert uns die Zusammenarbeit und reduziert Wege, Fahrtzeiten und Fahrtkosten“, sagte der für die Propstei Niendorf-Norderstedt zuständige Propst Karl-Heinrich Melzer. Jetzt habe die Synode eine Grundsatzentscheidung für Hamburg-Niendorf getroffen, sodass mit den Planungen begonnen werden könne, erläuterte Urbach.

In Pinneberg ist der Kirchenkreis derzeit im kircheneigenen Katharina-von-Bora-Haus an der Bahnhofstraße beheimatet. „Es bleibt ein Haus der Kirche“, sagte Urbach. Zwar zögen einige Mitarbeiter des Kirchenkreises demnächst zum Arbeiten nach Hamburg, aber andere kirchliche Einrichtungen, etwa die Familienbildungsstätte, würden weiterhin im Katharina-von-Bora-Haus bleiben. „Auch Propst Drope wird weiterhin dort sein“, sagte Urbach.

Durch den Umzug der Kirchenkreisverwaltung von Pinneberg nach Hamburg-Niendorf sei es zudem möglich, kirchliche Einrichtungen aus der Umgebung im Katharina-von-Bora-Haus zusammenzufassen, sagte Urbach. „Die Familienbildungsstätte ist ja bereits dort. Die wird an dem Standort vielleicht sogar ausgeweitet, weil wir merken, dass der Bedarf danach da ist.“ Zudem könne Urbach sich vorstellen, dass auch andere kirchlichen Einrichtungen aus der Stadt Pinneberg, etwa der Diakonieverein Migration oder die Wohnungslosenhilfe, aber auch Einrichtungen aus der näheren Umgebung ins Katharina-von-Bora-Haus zögen, wenn die Verwaltung ausziehe. „Für diejenigen, die diese Angebote annehmen, ändert sich dann auch nichts, außer der Adresse.“

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erstellt am 21.Okt.2014 | 10:52 Uhr

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