Kirchenkreis: Mehr Geld für Kinderbetreuung

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19. Juni 2014, 09:07 Uhr

Über zusätzliches Geld können sich die Kirchengemeinden im Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf freuen. Grund: 2012 erzielte der Kirchenkreis einen Überschuss von gut 1,25 Millionen Euro, jetzt hat die Synode die Mehreinnahmen verteilt.

Der allergrößte Teil des Geldes fließt in unterschiedliche Rücklagen für Kirchenkreis und -gemeinden, damit auch in Zukunft wichtige kirchliche Arbeitsgebiete finanziert werden können.

Die Kirchengemeinden erhalten aber für jedes ihrer Mitglieder drei Euro. Das sind knapp 324 000 Euro. Zudem werden Kirchengemeinden belohnt, wenn sie ihren Gebäudebestand verringern, zum Beispiel Gemeinderäume in die Kirche einbauen, um sich dann vom Gemeindehaus zu trennen. Auch Gemeinden, die nicht mehr genutzte oder zu große Pastorate abstoßen wollen, können Hilfe bekommen. Denkbar ist, so der Vorschlag der Bauverwaltung, den Einbau von Amtszimmern in andere kirchliche Gebäude zu bezuschussen. Geld aus diesem sogenannten Strukturanpassungsfonds – Gesamtvolumen 250 000 Euro – kann außerdem beantragt werden, wenn Gebäude nach Fusionen überflüssig werden. Das jetzt bereitgestellte Geld ist eine zusätzliche Investition in die Zukunft des Gebäudebestandes und unabhängig vom jährlichen Investitionsplan des Kirchenkreises. Der Investitionsplan regelt die Kostenübernahme (in der Regel zwei Drittel) des Kirchenkreises für nötige Sanierungen in Kirchen und anderen gemeindeeigenen Gebäuden.

Mit Extrazahlungen können auch die Kindertagesstätten rechnen. In vielen Kirchengemeinden werden nun mehr Kleinkinder betreut. Dadurch entstehen Mehrkosten nicht nur für den Umbau der Gebäude für ein U-3-Angebot, sondern auch für den laufenden Betrieb der Einrichtungen. Damit der Kirchenkreis die Kindertagesstätten seiner Gemeinden und Verbände wie gewohnt finanziell unterstützen kann, hat die Synode aus dem Jahresüberschuss 152 000 Euro zusätzlich für die Kinderbetreuung vorgesehen. Andernfalls – so die Prognose – wird die Kirche schon bald bei der Kinderbetreuung an ihre finanziellen Grenzen stoßen.

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