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Norddeutsche Rundschau

22. Oktober 2017 | 21:54 Uhr

Kirchengemeinde sucht Sargträger

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

shz.de von
erstellt am 15.Okt.2015 | 17:43 Uhr

In den meisten Fällen ist es schwer, einen Menschen zu Grabe tragen zu müssen. Angehörige und Freunde tragen schwer an dem Gefühl der Trauer.

Wenn es möglich ist, zeigen viele Menschen ihre Verbundenheit, in dem sie das Tragen wörtlich nehmen. Feuerwehr, Polizei, Freunde aus dem Club oder Nachbarn versuchen nach Möglichkeit, den Sarg des Verstorbenen selbst zu tragen. Sie zeigen damit ein letztes Mal: Du bist uns wichtig, wir tragen dich und damit sichtbar unsere Anerkennung und Trauer für dich.

Dies ist nicht immer möglich, es erfordert mentale und körperliche Kraft. In solchen Fällen kommen dann die bei der Kirchengemeinde engagierten Sargträger zum Einsatz. Am Ende des Trauergottesdienstes treten sie ruhig und würdevoll nach vorn und tragen ihren Mitmenschen, ganz gleich, ob sie ihn gekannt haben oder nicht, hinaus auf den Friedhof. Sie sind es, die sich ein letztes Mal vor dem gelebten Leben verneigen.

Viele der Sargträger erfüllen seit Jahrzehnten wie selbstverständlich diese Aufgabe. Zwei von ihnen wollen zum Jahresende allerdings von ihrem Amt zurücktreten. Otto Andresen und Klaus Egge suchen nun Nachfolger, mit ihnen verlässt auch die Organisatorin Ruth Bolk nach fast 30 Jahren das Team. Sie hat zuverlässig die Einsätze geplant und die Träger zusammengerufen.

Wer sich vorstellen könnte, die Aufgabe eines Sargträgers in Wilster oder Wewelsfleth zu übernehmen oder sich nur einmal informieren möchte: Otto Andresen, 04823/8038, und Hans Wiese, 04823/1787, stehen gern Rede und Antwort. In Wewelsfleth würde sich Pastor Jens Siebmann, 04829/380, über einen Anruf freuen.

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