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Norddeutsche Rundschau

23. Oktober 2017 | 20:04 Uhr

Aktion : Kirchengemeinde setzt Friedenszeichen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Lichtergottesdienst im Stellauer Gotteshaus in Zusammenarbeit mit der Flüchtlingsinitiative Fakir.

In der Stellauer Kirche wird am Sonntag, 18. Dezember, um 18 Uhr ein Friedenslichtgottesdienst abgehalten. Das Besondere daran: Im Anschluss können Besucher das Friedenslicht in mitgebrachten Laternen oder Leuchtern mit nach Hause nehmen. Unter der Überschrift „Frieden: Gefällt mir – ein Netz verbindet alle Menschen guten Willens“ sollen die Lichter dann bis zum 6. Januar ein leuchtendes Friedenszeichen setzen.

Pastorin Gritta Koetzold brachte die Gepflogenheit aus Vorgängergemeinden mit an die Bramau. Da die Aktion Friedenslicht aus Betlehem seit 23 Jahren eine Gemeinschaftsaktion der Ringverbände der Pfadfinder Deutschlands ist, sprach sie den örtlichen Pfadfinderstamm an. Die Pfadfinder seien zwar nicht kirchlich gebunden, unterstreicht die Geistliche. Wichtig sei jedoch die gegenseitige Beförderung, diese gebe der Aktion Tiefe. Sabine Schmuhl, Vorstand des Pfadfinderstamms „Kraniche“ in Wrist, ist ebenfalls seit Jahren mit der Aktion vertraut. Sie wird das Friedenslicht aus der St. Nicolai Kirche in Kiel mit nach Stellau holen. Entzündet wird die Flamme traditionell in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem. Vertreter anerkannter Pfadfinderverbände bringen sie dann nach Wien und anschließend per Bahn über 30 zentrale Bahnhöfe in Deutschland auch nach Kiel. „Insgesamt wird das Licht und damit die Friedensbotschaft in ganz Europa und sogar bis in die USA verbreitet“, so Schmuhl.

Unter Leitung von Koetzold sind neben Pfadfindern auch junge Konfirmanden am Friedenslichtgottesdienst beteiligt. Das Thema Frieden, und was es für jeden einzelnen bedeutet, sei zuvor im Konfirmandenunterricht behandelt worden, erklärt Koetzold. Offen hält sie die Kirchentür für alle Menschen, die guten Willens sind. „Auch für diejenigen, die in ihrem Heimatland nicht in Frieden leben können“, stellt die Pastorin heraus. Beteiligt an der Friedensaktion ist deshalb Fakir (Flüchtlingshilfe im Amt, Integration in der Region). Die Flüchtlingsbeauftragten Dagmar Salomon und Adrian Unger sowie ehrenamtliche Helfer bieten im Alten Pastorat schon seit längerem ein monatliches Frühstück für geflüchtete und Bürger aus der Region an. Zum Friedenslichtgottesdienst laden sie gemeinsam mit Pastorin Koetzold alle Neubürger – egal welcher Glaubensichtung – ein. „Frieden geht uns alle an“, unterstreicht Salomon. Deshalb sei es wichtig, auch Menschen, die aus Fluchtgründen gekommen sind, zu beteiligen. Damit alle der Predigt folgen können, werden Texte des ökumenischen Gottesdienstes in verschiedene Sprachen übersetzt.

Die Einladung gelte zudem für ein gemütliches Beisammensein im Alten Pastorat nach dem Gottesdienst. Für ältere Besucher, die nicht so gut zu Fuß sind, bietet Fakir einen Fahrdienst an. Kontakt: Adrian Unger, 0152/28540445 (auch Whats-App). In Empfang genommen werden kann das Friedenslicht auch beim Gottesdienst am Heiligen Abend, unterstreicht die Pastorin. Sorge trägt sie außerdem dafür, dass es am 24. Dezember als Zeichen der Verbundenheit im Seniorenheim leuchtet. Außerdem könne es beim Friedenlichtgottesdienst am Sonntag, 18. Dezember, an andere Kirchengemeinden weiter gereicht werden.

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