Kirche und Religion : Kirchengemeinde lädt zum Tag der offenen Tür ein

Die Gastgeber: (von links) Pastor Thomas-Christian Schröder, Angelika Strecker, Angelika Strecker, Pastor Stefan Egenberger und Pastorin Gabriele Schinkel.
Die Gastgeber: (von links) Pastor Thomas-Christian Schröder, Angelika Strecker, Angelika Strecker, Pastor Stefan Egenberger und Pastorin Gabriele Schinkel.

Was hat sich in den vergangenen zehn Jahren – also seit der Sanierung – im Gemeindehaus am Kirchplatz getan? Davon konnten sich die Besucher beim Tag der offenen Tür ein Bild machen.

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02. Mai 2015, 16:30 Uhr

Vor zehn Jahren wurde das Gemeindehaus am Kirchplatz für rund eine halbe Million Euro saniert. Jetzt gab es einen Tag der offenen Tür, zu der die Kirchengemeinde eingeladen hatte, um daran zu erinnern.

Angelika Strecker (61) und ihre Kollegin Christa Schubring (60) sind die guten Seelen des Kirchenbüros. Die beiden Glückstädterinnen sind dort bereits seit 30 und 29 Jahren tätig. Angelika Strecker erinnert sich noch gut daran, wie sie zu der Tätigkeit kam. Vor ihr war Christa Schubring im Kirchenbüro, wurde aber schwanger und hörte auf. Angelika Strecker freute sich sehr, dass sie dort anfangen konnte. Doch gleich am ersten Arbeitstag wurde ihre Tochter krank, sie konnte nicht kommen. „Das war mir so peinlich, das war schlimm.“ Und sie erzählte, wie das Bewerbungsgespräch mit dem damaligen Pastor Kay Mordhorst verlief: „Ich dachte er braucht jemanden für das Büro und nicht als Direktor.“

Später kam Christa Schubring wieder dazu und seither ziehen sie an einem Strang. Beide sind inzwischen Großmütter und, so sagte Christa Schubring, „auch etwas gelassener“.

Pastor Stefan Egenberger würdigte die Dienste der Damen – „Sie sind ein Team“. Und wies darauf hin, dass Angelika Strecker auch Trägerin des Ansgarkreuzes ist. Diese Auszeichnung wird Gemeindegliedern verliehen, die durch großen persönlichen Einsatz in der kirchlichen Arbeit, vorbildliche Förderung der Kirche, ihrer Werke und Einrichtungen sowie durch beispielhaftes Eintreten für einen tätigen christlichen Glauben in der Öffentlichkeit hervorgetreten sind. Das Kirchenbüro sei nicht nur ein Arbeitsplatz für Angelika Strecker, sagte Egenberger: „Es ist ihre Gemeinde.“

Ein großes Vorbild war für die beiden Frauen über viele Jahre Reinhard Schmult, der von 1972 bis 2002 aktiv im Kirchenvorstand tätig war. Seinen Spruch „Es lebe der Vorgang“, würden sie heute noch gerne verwenden. Reinhard Schmult gehörte beim Tag der offenen Tür zu den ersten Gästen, er schmunzelte bei den lobenden Worten.

Angelika Strecker und Christa Schubring hatten diverse Torten und andere Leckereien bereitgestellt, die die Gäste beim gemütlichen Kaffeetrinken in dem Raum verzehren konnten, wo sonst die Konfirmanden Unterricht haben. Die Konfirmanden mussten an diesem Tag in die Stadtkirche umziehen.

Das Gemeindehaus ist für die Kirchengemeinde der Mittelpunkt. Nach der Sanierung vor zehn Jahren gibt es einen barrierefreien Eingang und auch auch einen Fahrstuhl. Die hellen, freundliche Räume laden die unterschiedlichen Gruppen der Gemeinde ein, sich dort zu treffen. So auch an diesem Tag.

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