Fördermittel : Kirchen werden saniert

Auch saniert wird die St. Marienkirche in Heiligenstedten.
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Auch saniert wird die St. Marienkirche in Heiligenstedten.

Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf investiert in 22 Sanierungsmaßnahmen

shz.de von
09. Januar 2015, 04:45 Uhr

Der Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf investiert in diesem Jahr wieder kräftig in Bausanierungen. Insgesamt werden mehr als eine Millionen Euro an Fördermitteln aus den Kassen des Kirchenkreises in 22 Baumaßnahmen der Gemeinden fließen. Die Kirchengemeinden selbst steuern noch zusätzlich einen Eigenanteil von insgesamt 375  000 Euro bei. Das Geld wird vor allem für Sanierungsmaßnahmen an Kirchen, Türmen und Kapellen benötigt. Die beiden aufwendigsten Projekte sind dabei die Instandsetzungen in der Elmshorner Hauptkirche St. Nikolai und in der Heiligen-Geist-Kirche in Barmstedt.

Die Bekämpfung des Schwamms im Holzgebälk der Elmshorner Nikolaikirche läuft seit 2013 und wird insgesamt mindestens 500  000 Euro kosten. In diesem Jahr werden in die Sanierung 207  000 Euro gesteckt. Vorgesehen ist die Instandsetzung der Dachkonstruktionshölzer auf der Nordseite. Es ist bereits der dritte Bauabschnitt bei dem Projekt zum Schutze des Gotteshauses, „und es ist leider auch nicht der Letzte“, wie Ute Preuß, Diplomingenieurin für Architektur bei der Bauverwaltung des Kirchenkreises, feststellt.

So ist noch geplant, eine statische Sicherung oberhalb der Orgel wieder herzustellen, die vermutlich bei einer früheren Baumaßnahme an dem Musikinstrument entfernt worden war. Außerdem soll die Anbindung des Kirchenschiffes an das Turmmauerwerk geprüft und auf jeden Fall regensicher hergerichtet werden, damit ein weiteres Eindringen von Feuchtigkeit unterbunden wird.

Die Nikolai-Kirchengemeinde im Herzen Elmshorns ist nicht in der Lage, ihren Eigenanteil bei dem Bauabschnitt in Höhe von 69  000 Euro aufzubringen. Hier springt der Kirchenkreis ebenfalls ein.

Grundlage für die zusätzliche Hilfe des Kirchenkreises ist ein Beschluss der Synode als oberstes Entscheidungsgremium: Die gewählten Kirchenvertreter hatte nämlich in der jüngsten Vergangenheit beschlossen, jährlich 5,5 Prozent der Bauinvestitionssumme in einen Rücklagefonds für sechs besonders zu erhaltenen Kirchen zu stellen. Das Geld soll langfristig helfen, diese Gotteshäuser als Wahrzeichen der sechs Regionen im Kirchenkreis zu erhalten.

„Es gibt je eine Kirche in den sechs Regionen, die wir die nächsten Jahrhunderte erhalten wollen“, erläuterte Propst Thomas Bergemann im Gespräch mit dieser Zeitung. Zu dem Kirchensextett gehören außerdem Kirchen in Itzehoe, Kellinghusen, Glückstadt und Wilster.

In Elmshorn wird 2015 noch ein zweites Bauprojekt vom Kirchenkreis gefördert: 53  330 Euro bekommt die Emmaus-Kirchengemeinde, um den Turm der Thomas-Kirche an der Breslauer Straße instand zu setzen. Hier müssen sowohl das Verblendmauerwerk als auch der Beton saniert werden. Den zusätzlichen Gemeindeanteil bei der Finanzierung in Höhe von 26  670 Euro kann die Gemeinde aus dem Erlös beim Verkauf eines Pastorates bestreiten.

Jeweils zu gleichen Teilen wird die Finanzierung bei den Bauarbeiten der St.-Jürgen-Kirche in Horst von der Gemeinde und dem Kirchenkreis übernommen. Insgesamt 23400 Euro kosten die Sicherung der Dachkonstruktion und die Erneuerung der Dachrinne am separaten Glockenturm.

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