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Norddeutsche Rundschau

22. August 2017 | 21:23 Uhr

BfH : Kindertagespflege in das Haus der Jugend

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Fraktion „Bürger für Hohenlockstedt“ will Rechtsanspruch für Krippenkinder sichern.

Ein Haus für Kindertagespflege im jetzigen Jugendzentrum im Hermann-Löns-Weg – diese Idee will die BfH-Fraktion (Bürger für Hohenlockstedt) verfolgen. Voraussetzung: Die Jugendlichen finden eine neue Heimstatt im Bereich des Schulzentrums. „Um dem Betreuungsbedarf für unter dreijährige Kinder gerecht zu werden, wollen wir jetzt handeln“, sagt Fraktionsmitglied Dieter Thara (Foto).

Die Kindergärten des Ortes können ab Sommer nicht alle Kinder unter drei Jahren – auch für diese Mädchen und Jungen besteht ein gesetzlicher Anspruch – unterbringen. Einen Neu- oder Anbau hält die BfH weder für finanzier- noch für realisierbar in der kurzen Zeit. Und da als Alternative für einen Krippenplatz auch Tagesväter und -mütter infrage kommen, setzt die BfH auf diese Möglichkeit. Die Fraktion greift dabei auf eine Kellinghusener Idee zurück. Noch im vergangenen Jahr stellte Birte Jessen im Hohenlockstedter Sozialausschuss die Zwergenhöhle vor, in der Kleinkinder von Tagesmüttern betreut werden. Als eine Grundvoraussetzung nannte die Fachfrau eine geeignete Wohnung oder ein passendes Haus. Und hier kommt für die BfH das Jugendzentrum ins Spiel, das sie gern an die Schule verlagern möchte. Das dann leerstehende Gebäude, das der Gemeinde gehört, könne kindgerecht für die Tagespflege gestaltet werden, so Thara. „Für uns wäre das eine gute Alternative, und es lässt sich schnell realisieren.“ Wenn alle anderen Gemeindepolitiker wollen, könnte die Gemeinde die Plätze – und damit den Rechtsanspruch – noch in diesem Jahr sicherstellen. Notwendig sei allerdings, so der BfH-Vorsitzende Klauspeter Damerau, dass sich die Gemeinde zügig um Alternativen für das Jugendzentrum kümmere und sich mit dem Schulverband zusammensetze.

Und noch ein Thema will die BfH-Fraktion zuende bringen – das Dauerthema Gleiwitzer Straße. Dort geht es nach wie vor um den Anschluss der neun Gewerbebetriebe und Hauseigentümer an die zentrale Ortsentwässerung. Ein Anwohner klagt dagegen, daraufhin wurde die Ausschreibung geteilt, der größere untere Abschnitt mit zwei Betrieben wird ausgeschrieben, beim zweiten Abschnitt wird die Klage abgewartet. Der Kläger hatte bereits angekündigt, auf den Gang vor das Verwaltungsgericht zu verzichten, wenn gleichzeitig auf den Ausbau im zweiten Abschnitt verzichtet wird. Doch darauf will die BfH auf keinen Fall eingehen. „Wir sehen hier nach wie vor die Gleichbehandlung aller Bürger.“ Denn alle anderen Straßen, auch in den Dorfschaften, seien seit Aufstellung des gemeindlichen Abwasserbeseitigungskonzeptes angeschlossen worden. Lediglich die Gleiwitzer Straße ist ‚vergessen‘ worden“, sagt der BfH-Fraktionsvorsitzende Carsten Fürst.

Auch finanziell mache die Aufteilung kaum Sinn, denn allein der erste Bauabschnitt werde dreiviertel der Bausumme verschlingen. Gleichzeitig verzichtete die Gemeinde aber auf die Anschlusskosten der Anlieger im zweiten Abschnitt. „Ein schlechtes Geschäft für alle Gebühren- und Beitragszahler.“ Außerdem werde die Wasserleitung auf der gesamten Länge erneuert.

Das Kostenargument lässt Fürst nicht gelten, so teuer werde es für die privaten Anlieger nicht. Pro Quadratmeter würden 3,59 Euro berechnet, hinzu käme der Hausanschluss. Auch die technische Aufrüstung der Hauskläranlage würde den Hauseigentümer viel Geld kosten. „Langfristig ist der zentrale Anschluss wirtschaftlicher und umweltfreundlicher.“ Darüber hinaus sieht Fürst auch eine Wertsteigerung des Hauses.

Dieter Thara weist darauf hin, dass die Gemeindevertretung schon einmal den gesamten Ausbau beschlossen hatte, sich dann aber für zwei Bauabschnitte ausgesprochen habe. „Dies war ein inkonsequenter Schritt, denn am Sachverhalt hat sich nichts verändert.“

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erstellt am 30.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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