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Familienbildungsstätte : Kindern das Lernen erleichtern

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Julia Westphal hilft in der Familienbildungsstätte in Glückstadt bei der spielerischen Vorbereitung auf Lesen und Schreiben.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Wenn Kinder in die Schule kommen, sind nicht bei allen die Voraussetzungen zum Lernen von Lesen und Schreiben gleich. Um ihnen das Erlangen dieser Fähigkeiten zu erleichtern, leitet Julia Westphal (32) in Glückstadt bei der Familienbildungsstätte (FBS) das so genannte „Kinderkulturpaket“.

„Ein Kind muss bestimmte Entwicklungsprozesse durchlaufen, damit es bereit ist, eine Sprache zu erwerben und anzuwenden. Neben der Hirnreifung, der geistigen und sozial-emotionalen Entwicklung spielen die Entwicklung der Fein- und Grobmotorik sowie Körper und Sinneserfahrungen eine wichtige Rolle“, schildert sie. Mit 14 Kindern im Grund- und Vorschulalter von drei bis sechs Jahren führt sie deshalb klassische Lerntherapie durch. In der Sprachförderung erleichtert sie ihnen den Lese-Einstieg und fördert ihre Fertigkeiten in Rechtschreibung. Aber auch Spielen, Basteln und Singen sowie Naturerfahrung kommen bei ihr nicht zu kurz. „Ich versuche eine spielerische Vorbereitung und Vertiefung der Lese- und Schreibfähigkeiten für die Schule“, beschreibt sie.

Ihre eigenen Kinder im Alter von fünf und sieben Jahren besuchen den Kindergarten „Elbbande“ und sind auch in ihrem Kurs dabei, den sie von einer Kollegin übernommen hat. Ihr Engagement geht aber darüber hinaus. So gibt sie auch Schulvorbereitungskurse, macht Ferienbetreuung und plant einen Infoabend für Eltern zum Thema ADHS.

Ursprünglich aus Elmshorn, wohnt Julia Westphal seit 2001 in Glückstadt. Sie hat im selben Jahr eine Ausbildung zur Erzieherin bei der Fachschule für Sozialpädagogik Pinneberg begonnen und nach ihrem Abschluss vertretungsweise in dem Beruf gearbeitet. „Da habe ich bemerkt, dass es viele Kinder mit Förderbedarf gibt“, erzählt sie.

2004 hat Julia Westphal eine Lerntherapie-Weiterbildung absolviert und begleitend angefangen, auf dem Gebiet zu arbeiten. Nach der Geburt ihrer ersten Tochter hat sie 2010 in Elmshorn in der „Brücke“ in den Bereichen Allgemeinbildung und Resozialisierung gearbeitet. Als die Erzieherin und Lerntherapeutin in der Regionalschule in Glückstadt nachmittags als Schulbegleitung tätig war, wurde sie von der Familienbildungsstätte für ihre heutige Aufgabe angesprochen, weil sie eine Ausbildung besitzt.

„Ich habe das Glück, meinen Beruf auch hier ausüben zu können, das passt gut, Familie und Arbeit unter einen Hut zu bringen.“ Einmal in der Woche betreut sie im Kindergarten in der „Deichbande“ die Kleinen aus zwei Kindergärten. „Es macht großen Spaß, denn es ist eine gute Gruppe. Ich kenne die meisten Kinder, weil mein Sohn auch in dem Kindergarten ist“, sagt sie und ist zufrieden: „Alle sind gut bei der Sache und sehr lernwillig.“

 

>Internet: www.fbs-glueckstadt.de


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