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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 19:56 Uhr

Talentekompass : Kinder erkunden den Elbehafen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Projekt Talentekompass: Brunsbüttel Ports bietet Zusammenarbeit jetzt auch für Grundschüler und Kita-Kinder an, die den Elbehafen unter sachkundiger Führung besuchen dürfen.

von
erstellt am 04.Feb.2014 | 12:00 Uhr

Was genau passiert in einem Hafen? Wie wird der Güterumschlag organisiert, wie sieht das da aus? Seit einem halben Jahr können sich Schüler bereits bei Brunsbüttel Ports im Elbehafen umschauen. Acht- und Neuntklässler erhalten damit Einblick in einen modernen Logistikbetrieb in der Schleusenstadt. Nun sollen auch Grundschüler und Kita-Kinder den Hafen erkunden können. Möglich macht dies das Förderprojekt LandZukunft, das den Sektor Bildung unterstützen möchte und dafür vor einem Jahr den Talentekompass ins Leben gerufen hat. Dieser ist in Brunsbüttel bei der Volkshochschule angesiedelt und wird betreut von Sabrina Nothelfer.

Die stellte gestern die geplante Erweiterung der Hafenbesichtigung auf die ganz Lütten vor. Jeweils eine Stunde wird ein Besuch von Grundschulen und Kindergärten dauern. Zur Einführung werden die Jungen und Mädchen einen umgearbeiteten Präsentationsfilm der Brunsbüttel Ports sehen. Um komplizierte Zusammenhänge aufzubrechen, hat sie eine Kunstfigur entwickelt: die Handpuppe „Elbi“, eine Möwe mit rotem Schutzhelm, orangefarbener Sicherheitsweste und blauen Stiefeln. Die wird die Kinder nach der theoretische Einführung ins Hafengeschäft auch bei der Exkursion zu Fuß in den Elbehafen begleiten.

Dort werden Auszubildende von Brunsbüttel Ports die sachkundige Führung übernehmen. Ein Konzept, so Hafengeschäftsführer Frank Schnabel, das auch bei den älteren Schülern ankommt. Die altersmäßige Nähe zur Zielgruppe mache manches leichter, habe sich bereits bewährt.

Roland Ladage von der Brunsbütteler Volkshochschule, der verantwortlich ist für das von Sabrina Nothelfer geführte Talentebüro, hält den Gang in den Hafen für besonders wichtig. Statt im Bus dort durchzurollen, bekämen die Kinder ein sinnliches Erlebnis vom Umschlagbetrieb, hören die Fahrzeuge, sehen die aus ihrer Perspektive gewaltigen Dimensionen, wenn etwa Rotorblätter für Windkraftanlagen verladen werden.

Dass der Besuch von bis zu 20 Kindern pro Gruppe nicht zum Abenteuerausflug wird, dafür sorgen einerseits die Begleitpersonen aus Schule oder Kita, andererseits auch die Hafengesellschaft. „Sicherheit steht an erster Stelle“, betont Schnabel. Er hat Helme und Warnwesten in Kindergrößen angeschafft. Dass dieses Schutzkleidung wichtig ist, macht Möwe „Elbi“ bereits vor. Zudem müssen sich interessierte Gruppen erst bei Sabrina Nothelfer im Talentebüro anmelden. Sie organisiert dann die Besichtigungstermine, so dass niemand zur Unzeit im Hafen umherlaufen kann.

Gerade hohe Sicherheitsauflagen, so Roland Ladage, verhinderten heute oftmals, dass Kinder die Arbeitsplätze ihrer Eltern erleben könnten. Genau da setzt LandZukunft ein. Frank Schnabel, der auch dem Beirat des Talentekompass angehört, sagt: „Ich sehe das als einen Grundstein für Bildung, dass man Kindern einen Hafenbetrieb erklärt.“ Er ist überzeugt, dass das Angebot auf großes Interesse stoßen wird und wartet jetzt gespannt auf die erste Gruppe.

Die wird dann nach ihrem Besuch auch einen „Ditschie“ bekommen, einen Aufkleber für den in sechs Themenbereich unterteilten Talentekompass. Diese Bereiche orientieren sich an den Bildungszielen der Kitas: Sprache, Musik, Ethik, Kultur, Bewegung und MINT (Mathematik, Informatik, Natur, Technik). Das Angebot im Elbehafen soll über die Förderdauer des Ende des Jahres auslaufenden Projekts Bestand haben. So wie auch weitere Angebote des Talentekompass. Nachhaltigkeit, so Ladage, sei eines der Projektziele.

Am 24. Februar öffnet sich der Elbehafen von 16 bis 17.30 Uhr Familien. Maximal 30 Teilnehmer sind dann zugelassen.

>Infos: www.talentekompass-brunsbuettel.de

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