zur Navigation springen
Norddeutsche Rundschau

12. Dezember 2017 | 04:02 Uhr

Regionalschule : Kicken als Schulfach

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Bildungsstätte in St. Michaelisdonn ist jetzt als Fußball-Leistungsschule anerkannt. Das ist bislang einmalig in Schleswig-Holstein.

shz.de von
erstellt am 16.Feb.2014 | 08:00 Uhr

Die Regionalschule in St.Michaelisdonn ist die erste Leistungsschule im Bereich Fußball in Schleswig-Holstein. Die Bildungsstätte ist vom Schleswig-Holsteinischen Fußballverband (SHFV) zertifiziert.

Moritz Lufft, Bildungsreferent beim SHFV, betont: „Das ist nicht zu vergleichen mit einer Stützpunktschule, die im Vergleich zur Leistungsschule eher eine abgespeckte Funktion vorweist.“ Kriterien für das Zertifikat sind zum Beispiel die Einrichtung von Fußballfördergruppen für die 5. und 6. Klasse sowie Fußball als als Unterrichtsfach. Für Jungen und Mädchen soll das Angebot offen sein. Zudem müssen Sichtungsmaßnahmen organsiert werden. Auch die Intrastruktur muss stimmen, mit Sportplätzen und Sporthalle. Lehrkräfte mit der B-Lizenz des DFB zur Leitung des Fußballangebotes an der Schule, waren eine weitere Voraussetzung, um das Zertifikat des SHFV zu erhalten.

Die Auszeichnung wurde erstmalig überhaupt vergeben. „Seit drei Jahren arbeiten wir an den Kriterien, das ist jetzt der offizielle Start“, erklärt Moritz Lufft.

Die Regionalschule St.Michaelisdonn begann 2008 mit dem Schwerpunkt Sportförderung. „Wir haben jetzt Schüler, die diesen Unterricht sechs Jahre mitmachen“, berichtet Schulleiter Helge Thomsen. Bis zu sechs Mal in der Woche betreiben die Schüler Fußball oder Handball. Diplomsportlehrer Jewgenij Neu leitet das Fußballprojekt, Helge Thomsen den Handballbereich.

Erfolge, wie Teilnahme an der Landesauswahl kann die Schule in beiden Bereichen vorweisen. So kickt Julia Sjut beim HSV in Hamburg. Durch ihr Sportprogramm sind die Schülerzahlen an der Regionalschule, die ab dem Sommer eine Gemeinschaftsschule sein wird, gestiegen. „Wir haben Kinder aus 33 Orten in Dithmarschen und Steinburg“, sagt Thomsen.

Björn Rädel vom DFB-Stützpunkt setzt sich dafür ein, talentierte Schüler aus dem Fußballbereich zu motivieren, an die St.Michler Schule zu wechseln. Die wohnortnahe Förderung hält Rädel für den Idealfall: „Es herrscht immer ein reger Austausch zwischen Eltern, Schule und dem DFB-Stützpunkt.“

Dennoch legt Helge Thomsen Wert auf die Feststellung, dass auch Durchschnittssportler in St.Michel gut aufgehoben seien. „Kinder in Bewegung bringen“, ist ohnehin ein wichtiges Ziel des Schulleiters. Auch das Lernen allgemein wird nicht vernachlässigt. Nach dem Schullabschluss haben die Schüler die Möglichkeit, an einer weiterführenden Schule ihr Abitur zu machen. Die Regionalschule St.Michaelisdonn hat derzeit 370 Schüler.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen