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Bürgerservice : Kfz-Zulassung jetzt im Eilverfahren

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Online Termine buchen, nicht länger als 30 Minuten warten: Warteschlangen in der Itzehoer Verkehrsaufsicht sollen jetzt der Vergangenheit angehören. Auch das Personal wurde aufgestockt.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 18:15 Uhr

Fast 100 Verkehrsteilnehmer steuerten allein am Dienstag die Zulassungsstelle des Kreises Steinburg an – und keiner musste im Schnitt länger als 14 Minuten warten. Wer an die Warteschlangen aus den vergangen Jahren denkt, fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Tatsächlich ist die bei der Kreisverwaltung angesiedelte Verkehrsaufsicht dank neuer Technik und dank optimierter Abläufe jetzt im 21. Jahrhundert angekommen.

„Die Berichte über die Zustände in unserer Zulassungsstelle waren mit die ersten, die bei mir auf dem Schreibtisch landeten“, erinnert sich Landrat Torsten Wendt an seinen Dienstantritt. Inzwischen sei die Abteilung „ein Vorbild für die gesamte Kreisverwaltung“. Wendt lobt dabei insbesondere das Engagement der Mitarbeiter, die engagiert mitgezogen und viele Ideen selbst mit eingebracht hätten.

Schon im Eingangsbereich sind für den Besucher die Veränderungen deutlich sichtbar. Der Empfangstresen ist verschwunden und hat einem weiteren Büro mit zwei Mitarbeiterinnen Platz gemacht. Stattdessen steuert man nun direkt auf einen Bildschirm zu, tippt dort sein Anliegen auf dem Touchscreen an und bekommt eine Nummer. Automatisch werden die Kunden dann in zwei unterschiedliche Warteschleifen unterteilt. Wer nur eine Anschrift ändern will, bekommt gewissermaßen den kurzen Weg und kann so die Verkehrsaufsicht auch schnell wieder verlassen. Wer kompliziertere Anliegen hat, wird der anderen Schleife zugeordnet. Über zwei in der Wartehalle montierte Monitore wird das Zimmer des entsprechenden Sachbearbeiters und die Wartenummer aufgezeigt. „Keiner soll länger als 30 Minuten warten müssen“, nennt Abteilungsleiter Michael Nahrwold das erklärte Ziel seines Teams. Seit August ist die Anlage installiert, die ersten Erfahrungen seien durchweg positiv.

Neu ist dabei auch, dass die Mitarbeiter sehr kurzfristig auf einen großen Publikumsandrang reagieren und die Wartenden entsprechend steuern können. Und notfalls springt der neue Sachgebietsleiter Michael Struve ein und packt schnell mit an. Ohnehin wurde das Personal um eine Mitarbeiterin aufgestockt, sodass es jetzt neun Zulassungsplätze gibt.

Eine weitere Neuerung trägt ebenfalls spürbar zur Verminderung möglichen Konfliktpotentials bei. Jetzt können die Verwaltungsgebühren nämlich auch mit der EC-Karte beglichen werden – jedenfalls ab einer Mindestgebühr von 20 Euro. Übrigens: Auch in der Jagd- und Waffenabteilung bei der Ordnungsbehörde wird jetzt die EC-Karte akzeptiert. „Das geht in Dithmarschen nicht“, schmunzelt Ordnungsamtsleiter Holger Pump.

Ebenfalls neu ist die Buchungsmöglichkeiten von Terminen per Internet. Über die Homepage des Kreises Steinburg kann man sich mit wenigen Klicks einen festen Termin für die Kfz-Zulassung reservieren. „Damit kann man ohne jede Wartezeit sein Fahrzeug an-, ab- oder ummelden“, sagt Holger Pump. Und wer diesen Service nicht in Anspruch nehmen möchte, kann bald sogar die möglichen Wartezeiten per Internet abfragen. Im neuen Jahr soll der Kreis einen neuen Server bekommen, über den man sich auf seinem Tablet-PC oder via Smartphone die aktuellen Wartezeiten anzeigen lassen kann.

„Hier hat sich Einiges in Sachen Bürgerservice getan“, betont Landrat Wendt. Er weist zudem daraufhin, dass dies alles auch die Arbeitsbedingungen für seine Mitarbeiter verbessert. Dazu trägt nicht zuletzt auch eine optimierte Lüftungsanlage in den Büroräumen bei. In der Vergangenheit fielen immer wieder Mitarbeiter durch Erkältungskrankheiten aus – was wiederum zu neuen Warteschlangen geführt hatte.

Der Verwaltungschef kündigt nun an, seine neue Zulassungsstelle demnächst auch noch einmal persönlich testen zu wollen. Er muss seinen Privatwagen noch auf ein standesgemäßes IZ-Kennzeichen ummelden. Nach Einschätzung der Verwaltung hat sich mit den Neuerungen die Lage in der Zulassungsstelle nachhaltig entspannt. Im Schnitt laufen hier täglich rund 120 Kunden durch. „Unser Rekord waren an einem Vormittag sogar 240“, sagt Michael Nahrwold.

 

 

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