Kellinghusener Kämpfer erfolgreich bei der Karate-Europameisterschaft

Erfolgreiche  Kämpfer: Lea Knudsen, Robin Kaysal, Aaron Kühn und Laura Kaysal. Foto: sh:z
Erfolgreiche Kämpfer: Lea Knudsen, Robin Kaysal, Aaron Kühn und Laura Kaysal. Foto: sh:z

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15. Oktober 2011, 03:59 Uhr

Kellinghusen | Mit großem Erfolg haben Kämpfer der Budo-Sportabteilung des VfL Kellinghusen an der Karate -Europameisterschaft in Ungarn teilgenommen. Mit acht Startern und einem Betreuer fuhr das Team zum 1200 Kilometer entfernten Turnier nach Györ. An dem dreitägigen Marathonveranstaltung nahmen 2000 Teilnehmern aus 34 verschiedenen Ländern und 51 unterschiedlichen Verbänden teil.

Am ersten Tag musste Lea Knudsen im Bereich Kata Formen antreten. Durch eine kurzfristige Regeländerung durfte sie ihre einstudierte Kata nicht vorführen und musste auf eine andere ausweichen. Bei 35 Gegnerinnen kam sie bis ins Halbfinale und verpasste dort ganz knapp den Einzug ins Finale. Lea belegte am Ende den zwölften Platz.

Große Erwartungen gab es für den zweiten Tag, an dem alle Kandidaten im Bereich "Kampf" zeigen mussten, was sie können. Als erster Kämpfer startete der zehnjährige Aaron Kühn in der Gruppe bis Orangegurt. Mit insgesamt 51 Gegnern war es eine sehr große Gruppe, in der Aaron gegen seinen ersten Gegner aus Irland dominierte und innerhalb von 12 Sekunden mit 4:0 Punkten gewann. Dieses gelang auch in der zweiten Runde. Beim Kampf um den Einzug ins Halbfinale unterlag er mit 2:4 Punkten gegen einen Iren. Diese Leistung bedeutete für Aaron bei der Europameisterschaft den siebten Platz

Danach kamen die kampferfahrenen Kellinghusener Sportler. Diese erzielten schon bei mehreren nationalen und internationalen Turnieren sehr gute Plätze. Aber auch für sie war es die erste Europameisterschaft. Robin Kaysal (10), der in der Gruppe Braun- bis Schwarzgürtel antreten musste, schaffte es bis ins Halbfinale. Dort führte er mit 3:1 Punkten. Obwohl er sich an diesem Tage schon ziemlich zurückgehalten hatte, bekam er bereits in der ersten Runde zwei Verwarnungen und wurde dann 42 Sekunden vor dem Ende vom Hauptkampfrichter disqualifiziert. Dennoch sprang ein dritter Platz für den jungen Kämpfer aus der Störstadt heraus.

Auch Laura Kaysal und Lea Knudsen wurden disqualifiziert. Beide kamen nur jeweils eine Runde weiter und schieden dann aus ihrem Pool aus.

Am Abend traten die Trainer Himmet Kaysal und Christopher Thun bei den "International Open" an. Christopher Thun startete in der Gewichtsklasse bis 65 Kilogramm. Er kämpfte sich bis zum Viertelfinale durch und verlor dann dort gegen einen Belgier. Dies bedeutete schließlich im Endklassement den fünften Platz.

Der Budo Sport Kellinghusen sorgte dafür, dass Deutschland in der Länderwertung mithalten konnte. Alle anderen Teilnehmer aus Deutschland wurden jeweils in der ersten Runde von ihren Gegnern besiegt.

Die Kellinghusener zogen abschließend ein positives Fazit - auch neben den sportlichen Erfolgen. Es wurden Erfahrungen gesammelt, Kontakte geknüpft und internationale Freundschaften geschlossen, die das Turnier Fall überdauern werden, freut sich Trainer Himmet Kaysal. Dankbar sind er und sein Team auch allen Sponsoren und Förderern, die die Tour möglich gemacht haben. Darunter Kai Thomas Lalla, ebenfalls Kellinghusener Karateka, der die Kosten für das Benzin übernommen hatte.

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