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Norddeutsche Rundschau

18. Dezember 2017 | 04:53 Uhr

Kellinghusen will Fairtrade-Stadt werden

vom

Anforderungen für Zertifikat erfüllt/ Titel für die Störstadt vielleicht schon Ende Mai

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

KELLINGHUSEN | Die Störstadt ist offenbar kurz davor Fairtrade-Stadt zu werden. Bei einem Treffen mit Bürgermeister Axel Pietsch zog die lokale Steuerungsgruppe positive Zwischenbilanz. Außerdem nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit, den tansanischen Gast und dortigen Rafiki-Repräsentanten Gilbert Towo willkommen zu heißen. Towo lobte das kommunale Bekenntnis zum fairen Handel. Als Beispiel für etwas mehr Gerechtigkeit im globalen Handel nannte Towo die Kaffeebauern in der Partnergemeinde Mrimbo. Durch Faire Preise könnten sie aus eigener Kraft ein menschwürdiges Dasein führen.

Noch gar nicht lange ist es her, dass Rafiki-Chef Oliver Zantow das Fairtrade-Stadt-Projekt im Kultur- und Wirtschaftssausschuss vorstellte und sogleich eine positive Rückmeldung bekam. Mit dem Siegel könne die Kommune ein "gesellschaftspolitisch starkes Signal" setzten und zudem positive Werbung im Stadtmarketing machen, hieß es einhellig im Gremium unter Vorsitz von Marcus Wack (BFK). Aus Empfehlung des Ausschusses wurde in der Ratsversammlung ein Beschluss.

Inzwischen bildete sich als eine der Fairtrade-Stadt-Voraussetzungen eine lokale Steuerungsgruppe und brachte die Bewerbung auf den Weg. Das Team unter Leitung von Zantow hatte kaum Schwierigkeiten, die weiteren Kriterien zur Erlangung des Fairtrade-Titels an die Prüfungsstelle zu übermitteln. Die vielfältigen Fairtrade-Aktivitäten des in dieser Hinsicht bereits ausgezeichneten Rafiki-Vereins im Ein Welt Shop und Café, sowie das dortige Angebot von fair gehandelten Waren gibt es bereits sei geraumer Zeit. Längst bietet auch der lokale Einzelhandel der Kundschaft eine Auswahl an fair gehandelte Produkten an, sind Cafés und Restaurants mit gesiegelten Getränken ausgestattet. "Außerdem werden Bildungseinrichtungen sich des Fairtrade-Themas annehmen", erklärte Zantow.

Ohne weiteres erfüllt auch die Stadt die Vorgabe, bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Rats sowie im Bürgermeisterbüro Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel zu verwenden. Der Bürgermeister brachte nun die Erlaubnis, das Stadtwappen für die Aktion zu verwenden. Pietsch: "Das ist selbstverständlich, da die Stadt ja Hauptakteurin ist." Im Auftrag von Transfair e.V. wird die örtliche Bewerbung jetzt von einer Agentur unter die Lupe genommen. Die Mitstreiter vor Ort sind guter Dinge: Mit Glück dürfe Kellinghusen sich schon Ende Mai mit dem Zusatz "zertifizierte Fairtrade-Stadt" schmücken.

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