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Feuer : Kellerbrand: Bewohner flüchten ins Freie

vom
Aus der Redaktion der Glückstädter Fortuna

Kellerverschlag in Wohnhaus brennt: Unrat als Brandstelle lokalisiert. Polizei geht von Brandstiftung aus

von
erstellt am 03.Dez.2015 | 17:16 Uhr

Heller und dunklerer Qualm, der abwechselnd aus zwei Treppenhäusern oder einem Kellerfenster ins Freie dringt. Mehrere Frauen, Männer und kleinere Kinder, die teilweise nur mit einem Schlafanzug bekleidet auf der Straße stehen und drei noch aus dem Wohnblock zu rettende Personen.

So stellte sich Mittwochabend gegen 21.15 Uhr die Ausgangslage für die Glückstädter Feuerwehr bei deren Eintreffen in der Königsberger Straße 34-36 dar. Kurz vorher hatte die Elmshorner Rettungsleitstelle für die Brandbekämpfer der Elbestadt mit den Stichworten „Feuer, Menschenleben in Gefahr. Rauchentwicklung im Treppenhaus, zwei Personen noch im ersten Obergeschoss“ Vollalarm ausgelöst. Entsprechend rückten neben der Feuerwehr mit vier Fahrzeugen auch die Polizei sowie drei Rettungswagen und der Notarzt in Richtung Glückstadt-Nord aus.

Zunächst konzentrierten sich Polizeibeamte und Feuerwehrleute unter Einsatzleitung ihres Wehrführers Ties Tießen darum, die Mutter und ihr kleines Kind über ein Fenster der Hochparterre-Wohnung zu retten.

Parallel begannen die Feuerwehrleute zu löschen, wobei die Brandstelle schnell lokalisiert war. In einem der Kellerverschläge brannte Unrat. Dies sorgte für eine sehr starke Rauchentwicklung bis zum zweiten Hauseingang. Entsprechend musste der Wohnblock komplett geräumt werden. Was mit Unterstützung der professionellen Hilfe deutlich sicherer als die eigenen Maßnahmen in der Anfangsphase von statten ging.

„Leute, die jetzt schon frierend auf der Straße stehen, wären in ihren Wohnungen sicher gewesen und hätten unser Eintreffen abwarten sollen“, erklärte Ties Tießen. Stattdessen wären die Mieter durch den dichten Qualm gelaufen und hätten diesen eingeatmet. Was zum Glück ohne Folge blieb: Keiner der Betroffenen musste vom Rettungsdienst mit einer Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Verwundert reagierten andere Feuerwehrleute, die einer auf ihren rückwärtigen Balkon stehenden jungen Frau mit einer langen Steckleiter zwecks Rettung zur Hilfe kommen wollten. Sie wollte sich nicht retten lassen und stattdessen längere Zeit telefonieren. Sie gelangte später durch das inzwischen fast rauchfreie Treppenhaus ins Freie.

Den Kellerbrand hatte die Feuerwehr schnell unter Kontrolle. Damit der Qualm abziehen konnte, wurde ein Turbo-Lüfter eingesetzt bevor anschließend der Brandschutt aus dem Keller nach draußen geschafft wurde. Hoher Sachschaden ist nach Polizeiangaben nicht entstanden. Auch konnten sämtliche Hausbewohner nach Abschluss des Löscheinsatzes gegen 22 Uhr in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Beamten gehen hinsichtlich der Brandursache von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus und suchen jetzt Zeugen des abendlichen Vorfalls.

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