Interview zum Wolf : „Keine Gefahr für den Menschen“

Hans-Albrecht Hewicker, Obmann für Wildtiererfassung der Kreisjägerschaft Pinneberg, im Interview.

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11. Oktober 2018, 16:27 Uhr

Herr Hewicker, die Menschen blicken zunehmend mit Sorge auf die Rückkehr des Wolfs. Geht von ihm eine Gefahr aus?

Eine Gefahr für Menschen geht von den Tieren nicht aus. In keinem Fall in der neueren Zeit ist in Deutschland ein Wolf aggressiv geworden. Scheu sind die Raubtiere aber keinesfalls. Gerade junge Wölfe sind sehr neugierig. Die Tiere gehen auch auf Menschen zu und schauen sich um. Die Wölfe halten sich bevorzugt dort auf, wo es etwas zu fressen gibt und wo ihnen keine Gefahr droht. Das ist in der Nähe des Menschen gegeben.

Die Sorgen sind also unbegründet?

Ein gesunder Wolf ist in einer normalen Situation keine Gefahr für Menschen. Anders sieht es in extremen Lagen aus – beispielsweise bei einem erkrankten oder angefahrenen Tier. Auch ein in die Enge getriebener Wolf könnte aggressiv werden.

Kann man weiterhin bedenkenlos in den Wald gehen?

Die Sorge, man könnte nicht mehr im Wald spazieren gehen, ist übertrieben. Anders sieht das bei Hunden aus. Die Tiere fallen in das Beute-Spektrum des Wolfs. In der freien Landschaft sollten Hunde unbedingt an die Leine genommen werden. Ansonsten gehen die Besitzer ein Risiko ein.

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