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Immobilien : Keine Flohmärkte oder Abi-Bälle mehr

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

In der Brokdorfer Mehrzweckhalle darf nur noch Sport stattfinden

shz.de von
erstellt am 10.Okt.2015 | 16:26 Uhr

Abiturienten feierten dort ihren Schulabschluss, der örtliche Sportverein lockte alljährlich Besucherscharen zum großen Hallenflohmarkt: Die Brokdorfer Sporthalle war nicht nur bei sportlichen Großereignissen ein Anziehungspunkt für die ganze Region. Nach einem Besuch von Gutachtern der Dekra ist damit erst einmal Schluss. In einem knappen Dreizeiler sagte der SV Brokdorf den für 1. November schon fest eingeplanten Hallenflohmarkt kurzfristig ab – aus „genehmigungsrechtlichen Gründen“.

Dahinter steckt der Umstand, dass die lange als Mehrzweckhalle genutzte Veranstaltungsstätte eigentlich nur für den Sportbetrieb zugelassen ist. Eine uneingeschränkte Nutzung auch als Versammlungsstätte – also für Großveranstaltungen aller Art – ist nun mit erheblichen Kosten verbunden. Das macht auch den Gemeindevertretern einiges Kopfzerbrechen. Sie befassten sich Donnerstagabend mit dem Thema – um es dann wegen weiteren Beratungsbedarfs noch einmal zu vertagen.

Bereits im April hatte die Gemeinde einen Auftrag zur jetzt vorgeschriebenen Anpassung der sicherheitstechnischen Anlagen in der Halle an ein Ingenieurbüro vergeben. Parallel dazu sollte ein Brandschutzkonzept erstellt werden. Das Ergebnis fiel ernüchternd aus. Bei einer uneingeschränkten Nutzung müssten sämtliche Sicherheitseinrichtungen erneuert werden. Zudem müssten vier weitere Fluchttüren eingebaut werden, drei zur Straße hin und eine zum Parkplatz in Richtung Rewe-Markt. Auch die Rollstuhlrampe müsste zurückgebaut werden. „Statisch kompliziert, aber lösbar“, stellte die Amtsverwaltung in einer Beschlussvorlage fest. Die Kosten, so hieß es darin, seien noch nicht absehbar, würden „aber schnell im Bereich von einer Million Euro liegen“.

Alternative: Die Nutzung der Hallenfläche würde auf maximal 400 Menschen begrenzt. Die Sicherheitstechnik sei zwar auch dann fällig, aber die Fluchtwege würden entfallen. Ausnahmen für größere Veranstaltungen gebe es dann in Zukunft allerdings nicht mehr.

Ziel der Gemeinde ist es, die Halle möglichst als allgemeine Versammlungsstätte zu erhalten. Dann allerdings könnten außer hohen Umbaukosten noch weitere Probleme auftauchen. Die Nutzung für größere Feierlichkeiten zum Beispiel könnte mit Lärm verbunden sein, was wiederum Anlieger auf den Plan rufen könnte. Außerdem müssten ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden. „Wir suchen noch nach einer schlankeren Lösung“, sagte Bürgermeisterin Elke Göttsche nach der Donnerstags-Sitzung.

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