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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 19:14 Uhr

Wohnmobilplatz : Keine Camper auf der Docke

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Es ist das Aus für den Wohnmobilstellplatz: Die Mittel dafür wurden jetzt aus dem diesjährigen Haushalt gestrichen. Die FDP hält das Vorhaben für rentabel.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 17:00 Uhr

Skaterpark, Aussichtspunkte, Beachvolleyballfeld, Kleinbühne, Themenpark – mit dem Ausbau der Docke will die Stadt Glückstadt ein Juwel für Einheimische und Touristen erschließen. Weil viele der zahlenden Gäste mit dem Wohnmobil anreisen, sollte auf dem Gelände auch ein größerer Stellplatz gebaut werden. Ein entsprechender Antrag war bereits im Mai 2012 von der FDP gestellt und vom Bauausschuss genehmigt worden. Die dafür vorgesehene Aufschüttung eines 5000 Quadratmeter großen Areals im nördlichen Bereich – damit die Camper den Blick über die Elbe genießen können – war jedoch Ende vergangenen Jahres zunächst auf Eis gelegt worden. Der Grund: Den Politikern erschienen die Kosten von etwa 450 000 Euro zu hoch. Zudem würde eine Aufschüttung nicht bezuschusst werden. Das Projekt sollte deshalb noch einmal auf seine Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

In der jüngsten Sitzung des Hauptausschusses kam das Thema jetzt wieder auf den Tisch. Nach Berechnungen von Stefan Goronczy (FDP) könnte der Wohnmobilplatz der Stadt bei einem Tagespreis von sieben Euro und einer Auslastung von 50 Prozent mehr als 10 000 Euro im Jahr einbringen. Die Verwaltung hingegen hielt in der Berechnung die Betriebskosten zu gering angesetzt. Trotzdem einigten sich die Politiker darauf, die Tiefbaumittel von rund 450 000 Euro vorerst nicht in den Haushalt mit aufzunehmen. „Passieren würde dort in diesem Jahr sowieso nichts mehr“, erklärte Bauamtsleiter Dr. Lüder Busch. Denn Voraussetzung für eine Baugenehmigung wäre eine Änderung des Bebauungsplans – und die wäre vor Herbst nicht fertig.

Bei einem entsprechenden Antrag könnte demnächst im Bauausschuss erneut über den Wohnmobilstellplatz verhandelt werden. Bis dahin liegt das Vorhaben jedoch erneut auf Eis. Vielleicht, so Horst Meiners (CDU), könne man im nächsten Jahr die Kosten etwas senken. „Wenn der Bau der Schleuse in Brunsbüttel angefangen hat, können wir dort vielleicht günstig an Erde kommen.“ Dr. Siegfried Hansen (Piraten) brachte angesichts der Kosten noch einen anderen Aspekt ins Spiel: Er schlug vor, das ganze Projekt von einem privaten Investor finanzieren zu lassen. Bedenken an dem Vorhaben äußerte hingegen Meike Sierck (SPD). Sie befürchtete, dass es durch den geplanten Skaterpark, der an die Wohnmobilstellplätze angrenzen würde, zu Konflikten kommen könnte.

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