Abwasser : Kein Widerspruch gegen Beschluss

Die Aufteilung der Bauabschnitte in der Gleiwitzer Straße in Hohenlockstedt in zwei Abschnitte ist rechtens.

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02. November 2013, 05:00 Uhr

Muss auch der zweite Teil der Gleiwitzer Straße an die zentrale Ortsentwässerung angeschlossen werden oder nicht? Diese Frage konnte auch bei der jüngsten Sitzung des Bauausschusses noch nicht geklärt werden. Eine entsprechende Antwort der Unteren Wasserbehörde des Kreises lag noch nicht vor.

Eigentlich sollten alle zwölf Anlieger der Straße angeschlossen werden, diesen Beschluss hatte die Gemeindevertretung jedoch während ihrer jüngsten Sitzung gekippt (wir berichteten). Die Straße wurde in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Der erste Abschnitt umfasst zwei Gewerbebetriebe und ein Gebäude am Anfang der Straße. „Hier sind die Ausschreibungsunterlagen so vorbereitet, dass ausgeschrieben werden kann“, betonte der Ausschussvorsitzende Lothar Schlutz (CDU).

Ob der zweite Abschnitt danach an die Reihe kommt, hängt zum einen von der Antwort der Wasserbehörde und zum anderen vom anhängigen Verwaltungsgerichtsverfahren ab. Anlieger Marco Kipf, der mittlerweile auch für die Interessengemeinschaft Hohenlockstedter Bürger (IHB) in der Gemeindevertretung sitzt, hatte die Klage eingereicht. Kipf fordert statt des zentralen Anschlusses eine Nachrüstung der Hauskläranlagen, dies sei für die Anlieger und vor allem für die Gemeinde billiger. 500 000 Euro sind veranschlagt. Enthalten darin ist jedoch auch die Sanierung der Trinkwasserleitung (164 000 Euro). Die Anlieger müssten sich mit einem Eigenanteil von knapp 100 000 Euro beteiligen.

Die Aufteilung in zwei Bauabschnitten ist nach Meinung von Bürgermeister Jürgen Kirsten (SPD) rechtmäßig. Nach der Sitzung der Gemeindevertretung im September hatte er noch angekündigt, Widerspruch dagegen einlegen zu müssen. „Es liegen aber keine Widerspruchsgründe vor“, sagte er jetzt während der Bauausschusssitzung. Auch der CDU-Vertreter Udo Bujack betonte noch einmal, dass mit dem neuen Beschluss nicht gegen geltendes Recht verstoßen worden sei.

Dieter Thara (Bürger für Hohenlockstedt) kritisierte diesen Entscheidung der Vertretung, der gegen die BfH-Stimmen gefällt worden war, noch einmal: „Alles aus einem Guss wäre sicher besser gewesen.

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