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Norddeutsche Rundschau

18. Oktober 2017 | 11:55 Uhr

Kein Osterausflug mit „Else“

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Inbetriebnahme der Seilfähre verzögert sich noch bis 10. April / Wegen langer Ausfallzeiten höhere Preise

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2015 | 15:55 Uhr

Aus dem vielleicht geplanten Osterausflug mit der Stör-Fähre „Else“ wird nichts. Verkehrsteilnehmer zwischen Wilster- und Krempermarsch müssen auch weiterhin weite Umwege in Kauf nehmen. Weil insbesondere die Anlegestelle auf der Beidenflether Seite noch immer einer Großbaustelle ähnelt, muss die ursprünglich für die Feiertage eingeplante Wiederinbetriebnahme der Seilfähre noch einmal verschoben werden.

Die Fährverbindung von der Kremper- in die Wilstermarsch, beziehungsweise in die entgegensetzte Richtung, ist seit bereits November vergangenen Jahres außer Betrieb. Der Grund ist die Instandsetzung des Fährdammes auf Beidenflether Seite, der im Verlauf der Kreisstraße K  26 liegt und darum zum Aufgabengebiet des Kreisbauamtes gehört. Eigentlich sollten die Arbeiten – auch dank eines milden Winters – nach wenigen Wochen abgeschlossen sein. Daraus sind inzwischen fünf Monate geworden.

Die Fähr-Betreiber nutzten die unfreiwillige Betriebspause für Instandsetzungsarbeiten. „Die Hauptmaschine wurde generalüberholt und im Seilführungsbereich bewegliche Teile ausgetauscht“, teilt Geschäftsführer Manfred Kleinke dazu mit. Mittlerweile liegt die Fähre am nahen Werftschlengel in Warteposition. „Der Zustand ist äußerst unbefriedigend, Else muss so schnell wie möglich wieder ans Seil“, war bereits vor Wochen der Tenor beider Gemeinden, die Eigentümer der Fähre sind. Die Arbeiten am Fährdamm liegen im Tidenbereich, so dass der durchführenden Firma immer nur ein schmales Zeitfenster zum Arbeiten bleibt. Außerdem verzögerte sich die Durchführung der Baumaßnahme, weil erst zum Ende der Rammarbeiten ein Hindernis im Störgrund bemerkt wurde, der eine Versetzung der bereits gesetzten Bohlen erforderte.

Seit gestern waren Taucher einer Kieler Spezialfirma damit beschäftigt, die Ränder der geschlagenen Spundwand unter Wasser abzubrennen und Abdeckbleche anzubringen, damit die Fähre und die Führungsseile an der scharfen Kante nicht durch ein Aufscheuern beschädigt werden. „Das war auch auf der Bahrenflether Seite versäumt worden und wird jetzt nachgebessert“, erklärt Manfred Kleinke. Das erklärt auch, warum auf beiden Seiten schwere Kranfahrzeuge in Position gegangen waren. Mit deren Hilfe wurden schwere Eisenteile aus dem Störwasser gehievt.

Manfred Kleinke befürchtet noch weitere Umsatzeinbußen, da die Fähre nach den letzten Informationen erst zum Ende der kommenden Woche wieder in Betrieb gehen kann. „Am Freitag, 10. April, sollen die Bauarbeiten endgültig abgeschlossen sein, wir werden uns bemühen, dass die Fähre dann ans Seil kommt und schon am Wochenende wieder fährt.“ Für die Osterausflügler definitiv zu spät.

In diesem Zusammenhang weist Kleinke auch darauf hin, dass die aktuellen Angaben auf den Internetseiten des Fördervereins der Störfähre falsch sind. Außerdem werde mit Wiederaufnahme des Fährbetriebes ein neuer Entgelttarif in Kraft treten. „Wir müssen den Ausfall kompensieren und haben die Preise moderat angehoben.“ Er rät Vielfahrern, die Fähre auf Rechnung zu nutzen, um so Rabatte in Anspruch nehmen zu können. „Wir hoffen, dass die Region weiterhin hinter der Fähre steht und die Verbindung trotz der langen Pause weiter geführt werden kann“, sagt der Beidenflether Bürgermeister Peter Krey.





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