Kein Aprilscherz

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shz.de von
03. März 2017, 10:55 Uhr

Vier Wochen weiter, und man müsste es für einen Aprilscherz halten. Sven Wiegmann brachte seinen Vorschlag aber mit aller Ernsthaftigkeit vor. Und so abwegig es auf den ersten Blick auch scheint: Ganz so schlecht ist die Idee gar nicht. Die Marsch und mit ihr die ganze Unterelbe hätte auf einen Schlag ein – im positivsten Sinne – strahlendes Alleinstellungsmerkmal. Richtig aufgezogen, wäre ein Besuchermagnet garantiert. Immerhin hat die Kernenergie einen großen Teil deutscher Nachkriegsgeschichte geprägt. Die Bandbreite reicht hier vom ersten Atomminister Franz Josef Strauß über das Gleichgewicht des Schreckens im kalten Krieg und die gesellschaftlichen Veränderungen durch den Widerstand gegen die Atomkraft bis hin zur friedlichen Nutzung und der noch immer ungelösten Endlagerung. Zur Geschichte gehören natürlich auch die negativen Seiten. Warum sollte man das künftigen Generationen nicht erzählen? Vermutlich wird es aber eine interessante Vision bleiben.

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