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Norddeutsche Rundschau

16. August 2017 | 17:48 Uhr

Kaum in Betrieb - schon erster Ärger

vom

Neuer Multifunktionsplatz in Betrieb genommen/Anlieger fordern zur Einhaltung der Öffnungszeiten auf

Kellinghusen | Volleyball, Handball, Fußball und Basketball - dazu lädt der neue Multifunktionsplatz an der Sporthalle der Gemeinschaftsschule ein, der Donnerstag am späten Nachmittag eröffnet wurde. Doch kaum in Betrieb, gab es schon kritische Worte. Anlieger baten vor allem die Politiker, auf die strikte Einhaltung der festgelegten Öffnungszeiten zu achten, denn einige wenige Nutzer hätten in den vorangegangenen Abendstunden für zuviel Lärm gesorgt. Dafür zeigte Bürgermeister Axel Pietsch (BFK), der den 22 mal 13 Meter große Sportkäfig zusammen mit Stadtjugendpfleger Karsten Hanstein eröffnete, Verständnis. "Die Anlieger haben das Recht, nicht die ganze Nacht belästigt zu werden."

Der jetzt fertig gestellte Platz geht auf die Initiative von Jugendlichen zurück, die immer wieder vertrieben wurden, weil Anwohner sich durch ihr ihr Fußballspielen belästigt fühlten. Hanstein organisierte daraufhin vor fünf Jahren Hallenzeiten in der Turnhalle Otto-Ralfs-Straße. Parallel kam die Idee nach einem Käfig-Sportplatz auf, die die Jugendlichen auch den Stadtpolitikern vorstellten. Diese "hätten auch den Bedarf festgestellt", so Pietsch und dem Bau Anfang 2012 zugestimmt. Aufgrund von baurechtlichen Schwierigkeiten hätte sich das Projekt jedoch verzögert. Zum einen habe eine Statik für Betonelemente vorgelegt werden und zum anderen ein Schallgutachten, in dem auch die Nutzungszeiten festgelegt sind, erstellt werden müssen. Baubeginn sei dann am 13. Mai 2013 gewesen, am 15. Juli erfolgte die Fertigstellung. Pietsch bedankte sich bei allen Beteiligten, besonders beim Holsteiner Auenland. Die Aktivregion hatte das 64 000 Euro teure Projekt mit 30 000 Euro gefördert. Das Gelände hatte der Schulverband kostenlos zur Verfügung gestellt.

Auch die Anwohner stünden hinter dem Projekt, betonte anschließend Rainer Senke, der mit seiner Familie gegenüber der Anlage wohnt. Im "voroffiziellen Betrieb" sei die Freude jedoch getrübt worden durch einige wenige, die sich nicht an die Regeln gehalten und Lärm bis nach Mitternacht gemacht hätten. Die Anwohner forderten daher die Einhaltung der Betriebszeiten, eine Schließregelung und eine Erhöhung der Seitenzäune. "Lassen Sie uns den Platz im Einvernehmen nutzen. Verbannen Sie diejenigen, die die Akzeptanz dieses Platzes gefährden", sagte Senke in Richtung der Verantwortlichen und Nutzer.

Bespielt werden darf die neue Anlage montags bis sonnabends jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr sowie von 14 bis 21 Uhr.

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erstellt am 03.Aug.2013 | 05:59 Uhr

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