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Druckerei-Brache : Kaufwillige für Prinovis-Areal

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Noch knapp 500 Mitarbeiter der Druckerei ohne neuen Job – aber es gibt Hoffnung für eine Nutzung des Geländes.

Seit vier Monaten stehen die Druckmaschinen still. Am 30. April war Schluss bei Prinovis. Und während ein Teil der Beschäftigten nun seinen ehemaligen Arbeitsplatz abbauen muss, wird im Hintergrund am Aufbau einer Zukunft für das Gelände – und für die Mitarbeiter – gearbeitet. „Von den ehemals mehr als 1000 Beschäftigten sind noch knapp 500 in der Transfergesellschaft unversorgt“, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD) beim Standortgespräch im Itzehoer Kreishaus. „Der Rest hat bereits eine andere Beschäftigung gefunden. Und dieser Prozess wird weitergehen.“

Doch nicht nur die Mitarbeiter wurden in eine ungewisse Zukunft entlassen, auch die weitere Nutzung des Geländes sorgt in der Stadt für Sorgenfalten. Die größte Angst dabei: Das 21,6 Hektar große Industrie-Areal zwischen Voßbarg und Störfischerstraße könnte ein zweites Alsen-Gelände werden – also ungenutzt brach liegen und zum Ruinen-Viertel verkommen.

Doch im Hintergrund laufen Bemühungen, um dies zu verhindern. „Zusammen mit dem Unternehmen und der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer
Schleswig-Holstein GmbH arbeiten wir daran, den Standort zu vermarkten“, sagte Meyer. Unter anderem soll im Herbst bei der Immobilienmesse Expo real in München versucht werden, das Gelände mit seinen zwei Dutzend Verwaltungs-, Betriebs- und Lagergebäuden, deren Nutzfläche knapp 87 000 Quadratmeter beträgt, an den Mann zu bringen. „Im Vorfeld sind bereits sehr viele Kontakte gelaufen“, erklärte Meyer.

Bürgermeister Dr. Andreas Koeppen wird noch deutlicher: „Es gibt konkretes Interesse an der kompletten Liegenschaft.“ Und zwar von ernstzunehmenden Investoren. Diese seien auch schon bei ihm gewesen, um ihre Pläne vorzustellen. Umgekehrt sei auch Prinovis selbst offenbar „ernsthaft bestrebt“, das Gelände zu verkaufen. Knackpunkt sei dabei aber wie immer das Geld. Verkäufer und Käufer seien mit ihren Vorstellungen über den Preis noch nicht auf einem Nenner. Doch alleine, dass es eine wirkliche Nachfrage gebe, sei „mehr als erfreulich“, betonte Koeppen. „Damit hatte ich auf die Schnelle gar nicht so gerechnet“, gab er zu. „Aber es wurde im Hintergrund wirklich sehr viel daran gearbeitet.“

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erstellt am 05.Sep.2014 | 05:00 Uhr

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