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Norddeutsche Rundschau

15. Dezember 2017 | 17:38 Uhr

Anzeige : Katze in Kiebitzreihe angeschossen

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Tierärztin operierte das Projektil heraus. Die Besitzerin hat Anzeige erstattet.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2014 | 04:45 Uhr

Der Schreck im Haus der Familie Pirsig in Kiebitzreihe ist groß, und alles dreht sich dort seit dem vergangenen Sonntag nur noch um eine Frage: Wer hat auf Katze Momo geschossen? Denn das Tier, das wurde mittlerweile von einer Tierärztin zweifelsfrei festgestellt, hat eine Schussverletzung.

Edeltraut Pirsig berichtet, dass sich das etwa elfjährige Tier, das ihr vor einigen Jahren zulief, bereits gegen Anfang des Monats August verletzt hatte. „Wir hatten aber erst nach einiger Zeit gemerkt, dass Momo eine Stelle über der hinteren Hüfte hatte, die sich mit der Zeit unmerklich veränderte“, erzählt die 66-Jährige.


Das Projektil war deutlich zu erkennen


Doch zum vergangenen Wochenende gab es im Verhalten der Katze einen deutlichen Absturz, sodass sich die Katzenfreundin entschloss, sofort die tierärztliche Praxis in Horst aufzusuchen. „Momo zeigte ein total gebremstes Verhalten, war viel zu ruhig“, so Pirsig. Kein Wunder, denn die Stelle war stark entzündet. „Nach kurzer Untersuchung stellte die Tierärztin dann fest, dass es sich dabei eindeutig um eine Schusswunde handelt“, so Pirsig weiter. Eine Röntgenaufnahme hätte dies bestätigt, denn das Projektil wäre deutlich darauf zu erkennen gewesen. „Nur weil es gegen eine Rippe geprallt war, hat Momo so lange überlebt“, ergänzt Pirsig.

Um das Tier zu retten, wurde nun ein Operationstermin vereinbart und entsprechend vorbereitet. „Auch wenn diese Behandlung hohe Kosten verursacht, wollen wir, dass Momo überlebt“, sagt Edeltraut Pirsig, die gleichzeitig hofft, dass das herausoperierte Geschoss eventuell Aufschlüsse auf den Täter mit sich bringt.

„Es ist unglaublich, dass es jemand wagt, in unmittelbarer Nähe unseres Hauses auf ein Tier zu schießen und damit auch fahrlässig in Kauf nimmt, Menschen zu treffen“, so Pirsig, die auch davon berichtet, dass immer wieder Schüsse rund um den Koppeldamm wahrgenommen werden, die nicht einem Jäger oder Förster zugeordnet werden können. „Das klingt ganz anders“, ist sich Pirsig sicher und kündigt an, dass sie bei der Polizei jetzt Anzeige gegen Unbekannt stellen wird.







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